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Kraken baut 150 Stellen ab, Börsengang auf 2027 verschoben – KI verändert Krypto-Arbeitsmarkt

Kraken baut 150 Stellen ab, Börsengang auf 2027 verschoben – KI verändert Krypto-Arbeitsmarkt

Kraken hat in der vergangenen Woche rund 150 Mitarbeiter entlassen, und der lang erwartete Börsengang wird nun voraussichtlich erst nach 2027 stattfinden – um mindestens ein Jahr verschoben. Die Kürzungen, die durch den zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz in den Betriebsabläufen der Börse bedingt sind, erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Krypto-Unternehmen im Jahr 2026 bereits mehr als 5.000 Arbeitsplätze abgebaut haben.

Die KI-getriebenen Kürzungen

Krankens Entlassungen sind die jüngsten in einer Reihe von Personalabbaumaßnahmen in der Branche, die mit Automatisierung zusammenhängen. Die Börse hatte Ende letzten Jahres vertraulich bei den US-Aufsichtsbehörden einen Antrag eingereicht, diese Pläne dann aber im März auf Eis gelegt, als die Kryptopreise fielen. Nun, da KI Aufgaben übernimmt, die zuvor von Menschen erledigt wurden, schrumpft die Belegschaft weiter.

Kraken hat die Entlassungen oder den überarbeiteten Zeitplan für den Börsengang nicht öffentlich bestätigt. Die Schritte fügen sich jedoch in ein Muster ein, das sich in der gesamten Branche abzeichnet: Unternehmen ersetzen manuelle Prozesse durch Software und bauen dadurch Personal ab.

Börsengang verschoben

Die Verzögerung des Börsengangs ist für Anleger die größere Geschichte. Krankens vertraulicher Antrag Ende letzten Jahres signalisierte, dass es ihm mit dem Börsengang ernst war. Dann kam die Pause im März. Jetzt sagen Quellen, dass das Angebot mindestens ein Jahr entfernt ist – wahrscheinlich verschiebt es sich auf 2027 oder später. Der Zeitpunkt ist nicht günstig. Die Kryptopreise stehen unter Druck, und das Fenster für Börsengänge von Unternehmen für digitale Vermögenswerte bleibt eng.

Ein breiterer Personalabbau

Kraken ist bei weitem nicht allein. Coinbase entließ am 5. Mai 2026 700 Mitarbeiter – 14 % seiner Belegschaft. Gemini und Crypto.com haben Anfang des Jahres etwa 200 bzw. 180 Mitarbeiter entlassen. Block Inc. strich im Februar rund 4.000 Stellen, etwa die Hälfte seiner Belegschaft. Und das Krypto-Datenunternehmen Dune hat in dieser Woche ein Viertel seiner Mitarbeiter abgebaut.

Die Gesamtzahl: mehr als 5.000 Krypto-Jobs sind 2026 verloren gegangen. Die Einführung von KI wird wiederholt als Haupttreiber genannt, aber die allgemeine Marktschwäche hilft nicht.

Krankens Schweigen

Kraken hat sich weder zu den Entlassungen noch zum Zeitplan des Börsengangs geäußert. Das lässt Mitarbeiter und Investoren im Unklaren darüber, was als Nächstes kommt. Der nächste Schritt der Börse – ob sie die Kürzungen bestätigt, ihre Börsengangspläne aktualisiert oder eine Begründung liefert – wird genau beobachtet werden. Vorerst reduziert die Branche weiterhin Personal, und der Börsengang, der einst unmittelbar bevorzustehen schien, ist nun in weite Ferne gerückt.