Ein US-amerikanischer Bundesrichter hat den Weg für die Übertragung von rund 30.765 Ether – zum aktuellen Kurs etwa 71 Millionen USD wert – an ein Wallet, das von der DeFi-Plattform Aave kontrolliert wird, freigemacht. Der am 9. Mai von Richterin Margaret Garnett unterzeichnete Beschluss modifiziert eine frühere Vermögenssicherung und beseitigt, wie die Rettungsteams beschreiben, das letzte rechtliche Hindernis in einer der komplexesten DeFi-Rettungsaktionen bislang.
Warum die Sicherung aufgehoben wurde
Richterin Garnetts Entscheidung hebt die Sicherung der Ether auf, die im Rahmen einer umfassenderen rechtlichen Maßnahme eingefroren worden waren. Die Gelder sind mit rsETH verbunden, einem Liquid-Staking-Token, der im Mittelpunkt einer Rettungsoperation steht, an der mehrere Parteien und Jurisdiktionen beteiligt waren. Die Gerichtsdokumente nannten nicht die Personen oder Unternehmen hinter der Rettung, aber der Beschluss erlaubt die Übertragung speziell an ein von Aave kontrolliertes Wallet, was signalisiert, dass die Plattform eine Schlüsselrolle bei der Auflösung der blockierten Positionen spielen wird.
Die Mechanik einer komplexen Rettungsaktion
Liquid-Staking-Token wie rsETH ermöglichen es Nutzern, ihre Kryptowährung zu staken, während sie gleichzeitig über ein handelbares Asset verfügen. Wenn jedoch ein Protokoll in Schwierigkeiten gerät, können diese Token gesperrt oder unzugänglich werden. In diesem Fall war es erforderlich, mit mehreren Smart Contracts, Verwahrern und nun einem Bundesrichter zu koordinieren. Ermittler, die an dem Fall arbeiten, beschreiben dies als die komplexeste Rettungsaktion, die sie bisher durchgeführt haben, obwohl in dem Beschluss keine spezifischen Details zum ursprünglichen Vorfall oder zur Menge an rsETH offengelegt wurden.
Was als Nächstes geschieht
Nachdem das rechtliche Hindernis beseitigt wurde, steht der tatsächliche Transfer der 30.765 ETH an das Wallet von Aave an. Von dort aus wird das Rettungsteam wahrscheinlich mit dem Prozess der Umwandlung oder Neuausrichtung der Assets beginnen, um den betroffenen Nutzern den Wert zurückzugeben. Für diesen Prozess wurde bisher kein Zeitplan bekannt gegeben, und es ist unklar, ob weitere gerichtliche Genehmigungen erforderlich sein werden, während die Operation fortschreitet.




