Die Senatsausschussberatung des CLARITY Act ist für den 14. Mai 2026 um 10:30 Uhr ET angesetzt – ein Datum, das einige in der XRP-Community als potenziellen Wendepunkt für die institutionelle Adoption des XRP Ledger sehen. Vincent Van Code, ein XRP-Entwickler und Community-Mitglied, argumentiert, dass das Gesetz den rechtlichen Safe Harbor bieten könnte, den Banken benötigen, um XRPL-Liquiditätspools in Produktionsumgebungen zu nutzen.
Warum der CLARITY Act für XRPL wichtig ist
Der Gesetzesentwurf zielt darauf ab, den regulatorischen Status digitaler Vermögenswerte zu klären und möglicherweise eine Hürde zu beseitigen, die große Finanzinstitute davon abgehalten hat, in dezentrale Liquidität einzusteigen. Van Codes These ist einfach: Wenn der CLARITY Act verabschiedet wird, hätten Banken weniger rechtliche Unsicherheiten bei der Nutzung der Automated Market Maker Pools des XRP Ledger für Abwicklungen. Das könnte eine Nachfrage nach XRP freisetzen, die bisher theoretisch geblieben ist.
Umwidmung von Ripples Treuhandvermögen für Liquiditätspools
Ripple hält mehr als 40 Milliarden XRP in Treuhand – ein Bestand, der lange als drohende Verkaufsdruckquelle angesehen wurde. Der neue Vorschlag dreht diese Erzählung um. Anstatt in den Markt zu verkaufen, könnte das treuhänderisch verwahrte XRP in protokolleigene Liquiditätspools (LPs) eingesetzt werden, die für institutionelle Abwicklungskorridore konzipiert sind. Das würde eine vermeintliche Verbindlichkeit in ein Werkzeug für tiefe, zuverlässige Liquidität verwandeln.
Die Liquiditätskorridore hinter der These
Van Code verweist auf spezifische Paare als Grundlage für die institutionelle Nutzung: RLUSD/XRP, EURCV/XRP und JPY/XRP. RLUSD ist an US-Staatsanleihen und Geschäfts-zu-Bank-Aktivitäten gebunden, während EURCV mit der Société Générale verbunden ist. Sowohl Mastercard als auch die Société Générale sind bereits an die On-Chain-Infrastruktur angebunden, so das Argument, aber die Liquidität ist für eine großflächige Adoption noch nicht tief genug. Der CLARITY Act könnte dies ändern.
Was die Prognosen annehmen
Um Abwicklungen in Bankgrößenordnung zu bewältigen – denken Sie an Überweisungen von 100 Millionen Dollar mit weniger als 0,1 % Slippage – müsste der XRPL etwa 20 Milliarden Dollar an Gesamtwert in seinen Liquiditätspools gebunden haben. Basierend auf dieser Berechnung prognostiziert die These einen XRP-Preis von 10 Dollar. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels wurde XRP bei 1,46 Dollar gehandelt. Die Kluft zwischen dem aktuellen Preis und der Prognose hängt vollständig vom gesetzgeberischen Zeitplan und der institutionellen Nachfrage ab.
Die Ausschussberatung am 14. Mai ist der erste konkrete Meilenstein. Ob der CLARITY Act den Ausschuss verlässt, wird ein Signal dafür sein, wie ernst es den Gesetzgebern damit ist, den Weg für bankentaugliches DeFi auf XRPL zu ebnen.




