Der gehebelte Kryptomarkt wurde in den letzten 24 Stunden schwer getroffen. Laut Daten von Coinglass erreichten die Gesamtliquidationen 1,12 Milliarden Dollar. Lang-Trader wurden am stärksten unter Druck gesetzt und machten etwa 949 Millionen Dollar davon aus.
Lang-Positionen trugen die Hauptlast
Es war kein ausgewogener Ausverkauf. Fast 85 % der Gesamtliquidationen entfielen auf Long-Positionen. Dies signalisiert, dass der Markt auf einen nicht eingetretenen Aufwärtstrend positioniert war. Stattdessen fiel Bitcoin unter die 63.000-Dollar-Marke und setzte den Abwärtstrend fort, wobei die Unterstützung bei 62.500 Dollar getestet wurde. Die Bewegung führte schnell zur Liquidation überhebelter Wetten.
Bitcoin testet die Unterstützung
Der Bitcoin-Preis bewegte sich während des Ausverkaufs unterhalb der 63.000-Dollar-Marke. Händler beobachteten die 62.500-Dollar-Linie genau – sie hat sich in den letzten Wochen als stabile Unterstützung erwiesen. Ob sie diesmal hält, ist die offene Frage. Die nächsten Stunden könnten entscheiden, ob es sich um einen kurzen Korrekturzyklus oder den Beginn einer tieferen Korrektur handelt.
Ausmaß des Zusammenbruchs
Eine Liquidation im Milliarden-Dollar-Bereich ist im Kryptomarkt nicht selten, bleibt aber dennoch bemerkenswert. Das letzte Mal, dass eine Liquidation dieser Größenordnung stattfand, war vor einigen Monaten. Die Geschwindigkeit ist entscheidend: Die meisten Liquidationen ereigneten sich innerhalb weniger Stunden, nicht über einen Tag verteilt. Dies deutet darauf hin, dass automatische Stop-Loss-Orders und Margin Calls in Folge fielen, als die Preise sanken.
Coinglass-Daten geben nicht an, auf welchen Börsen die meisten Liquidationen stattfanden, doch Plattformen wie Binance und Bybit verarbeiten in der Regel den Großteil des gehebelten Handelsvolumens. Bislang wurde von keiner Börse über ungewöhnliche Probleme berichtet.
Der Fokus richtet sich nun darauf, ob Bitcoin die 62.500-Dollar-Marke verteidigen kann. Sollte sie brechen, liegt die nächste wichtige Unterstützung bei etwa 60.000 Dollar. Hält sie, könnte eine Erholungsrallye das Vertrauen der Lang-Trader stärken – doch das ist derzeit noch ungewiss.




