Ungarn hat sein Krypto-Gesetz von 2025 aufgehoben, Haftstrafen für unlizenzierte Transaktionen abgeschafft und den Krypto-Handel entkriminalisiert. Der Schritt kehrt strenge Vorschriften um, die Revolut dazu gezwungen hatten, seine Dienste auszusetzen, und eine EU-Compliance-Untersuchung ausgelöst hatten. Die kürzliche Aufhebung eines Verbots in Pakistan zeigt, dass ähnliche regulatorische Veränderungen in diesem Jahr in Schwellenländern an Bedeutung gewinnen.
Haftstrafen für Handel gestrichen
Bisher drohten bei hochwertigen unlizenzierten Krypto-Transaktionen 2 bis 5 Jahre Haft. Unlizenzierten Dienstleistern drohten bis zu acht Jahre Gefängnis. Diese Strafen existieren unter dem neuen Rahmen nicht mehr.
Revoluts Dienste bleiben ausgesetzt
Revolut stellte seine Krypto-Operationen in Ungarn letztes Jahr aufgrund von Compliance-Kosten unter den alten Regeln ein. Nutzer haben seit Monaten keinen Zugang zur Plattform. Das Unternehmen hat nicht angekündigt, wann es trotz der regulatorischen Änderung zurückkehren könnte.
EU-Untersuchung läuft noch
Die Europäische Kommission leitete eine Untersuchung wegen Ungarns Nichteinhaltung der EU-weiten Vorschriften ein. Die neue Regierung plant nun, den EU-Rahmen MiCA und das estnische Regulierungsmodell zu übernehmen. Die Untersuchung wird fortgesetzt, während diese Änderungen Gestalt annehmen.
Scharfe Kritik des Ministers
Minister Zoltán Tanács bezeichnete das vorherige Gesetz als „politisch motiviert“ und nicht als Marktschutz. Das steht in deutlichem Gegensatz zur Position der vorherigen Regierung, als die Regeln im letzten Juli in Kraft traten.
Revoluts nächster Schritt hängt vollständig von der endgültigen Gesetzgebung ab. Das Unternehmen hat keinen Zeitplan für die Wiederherstellung der Dienste in Ungarn bestätigt.




