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Verus und B² Network verlieren 35 Millionen Dollar bei koordinierten Cross-Chain-Angriffen

Verus und B² Network verlieren 35 Millionen Dollar bei koordinierten Cross-Chain-Angriffen

Mit Bitcoin und Ethereum verbundene Protokolle haben am Donnerstag, den 23. Juli 2026, innerhalb weniger Stunden insgesamt 35 Millionen Dollar durch eine Reihe von Angriffen verloren. Die Vorfälle richteten sich gegen Verus, B² Network und andere Cross-Chain-Systeme. Die Hacker nutzten kompromittierte private Schlüssel, Upgrade-Befugnisse und Validierungsprüfungen aus – nicht die zugrunde liegende Kryptografie selbst.

Wie die Angriffe funktionierten

Die Angreifer haben den eigentlichen Blockchain-Code nicht geknackt. Stattdessen griffen sie die weicheren Stellen an: private Schlüssel, die Protokoll-Upgrades steuern, und die Validierungslogik in Cross-Chain-Brücken. Bei Verus nutzte der Exploit einen kompromittierten Schlüssel, um ein bösartiges Upgrade durchzuführen. Bei B² Network manipulierten die Angreifer Validierungsprüfungen, um Gelder abzuziehen. Beide Angriffe ereigneten sich innerhalb weniger Stunden, was auf eine koordinierte Aktion oder eine gemeinsame Schwachstelle hindeutet, die mehrere Gruppen schnell auszunutzen versuchten.

Was verloren ging

Verus, eine Blockchain-Seitenkette von Bitcoin, die sich auf dezentrale Identität und Smart Contracts konzentriert, verlor etwa 12 Millionen Dollar. B² Network, eine Bitcoin-Layer-2-Skalierungslösung, verlor rund 23 Millionen Dollar. Die restlichen 35 Millionen Dollar umfassen Verluste anderer nicht genannter Cross-Chain-Protokolle, die ebenfalls betroffen waren. Keines der betroffenen Projekte hat bisher Pläne zur Wiederherstellung oder Entschädigung der Nutzer bekannt gegeben.

Die Angriffe unterstreichen eine anhaltende Schwachstelle in der Krypto-Welt: die menschliche Ebene. Die Verwaltung privater Schlüssel und die Governance von Upgrades bleiben die häufigsten Fehlerquellen, selbst wenn die zugrunde liegenden Blockchains sicher sind. Für Nutzer bedeutet dies, dass Gelder auf jedem Protokoll, das auf eine kleine Anzahl von Schlüsseln oder einen zentralisierten Upgrade-Prozess angewiesen ist, gefährdet sind – unabhängig davon, wie robust die Basisschicht ist.

Was als Nächstes kommt

Verus und B² Network haben beide erklärt, dass sie mit Sicherheitsfirmen zusammenarbeiten, um die gestohlenen Gelder zurückzuverfolgen. Keines der Unternehmen hat einen Zeitplan für eine Nachanalyse oder einen Plan zur Entschädigung der Nutzer genannt. Das gesamte Cross-Chain-Ökosystem steht nun unter erneuter Beobachtung, und Entwickler arbeiten daran, Upgrade-Mechanismen und Schlüsselverwaltungspraktiken zu überprüfen, bevor die nächste Angriffswelle kommt.