Senatorin Elizabeth Warren hat Präsident Donald Trump förmlich aufgefordert, eine aktualisierte finanzielle Offenlegung vorzulegen, insbesondere zu seinen Einnahmen aus Kryptowährungen. Die Aufforderung erfolgt vor der Abstimmung des Senats über den CLARITY Act, ein Gesetz zur Regulierung digitaler Vermögenswerte. Warrens Brief, der diese Woche verschickt wurde, wirft ethische Fragen auf, ob Trumps persönliche Krypto-Bestände seine Haltung zu dem Gesetz beeinflussen könnten.
Die Aufforderung
Warren, eine langjährige Krypto-Skeptikerin, bat Trump, freiwillig alle kryptobezogenen Einnahmen offenzulegen, einschließlich aus NFTs, Handel oder Investitionen. Sie verwies auf den CLARITY Act, der neue Meldepflichten für Krypto-Firmen einführen und möglicherweise den Wert von Trumps Beständen beeinflussen würde. Das Büro der Senatorin bestätigte, dass der Brief am Mittwoch an das Weiße Haus übermittelt wurde.
Der CLARITY Act soll in den kommenden Wochen zur Abstimmung kommen. Falls er verabschiedet wird, müssten sich Krypto-Börsen und Wallet-Anbieter bei der SEC registrieren und die Regeln zur Geldwäschebekämpfung einhalten. Trump hat sich bisher nicht öffentlich zu dem Gesetz geäußert, aber seine Geschäftsaktivitäten im Krypto-Bereich – darunter mehrere NFT-Kollektionen und eine gemeldete Beteiligung an einem Mining-Betrieb – haben für Aufsehen gesorgt. Warrens Forderung setzt den Präsidenten unter Druck, mögliche Interessenkonflikte offenzulegen.
Wie es weitergeht
Das Weiße Haus hat bisher nicht auf Warrens Brief reagiert. Der Senat soll am 28. Juli über den CLARITY Act debattieren. Falls Trump sich weigert, seine Krypto-Einnahmen offenzulegen, hat Warren angedeutet, dass sie eine Vorladung beantragen könnte. Der Ball liegt nun beim Präsidenten.




