XRP-Händler, die den Vermögenswert kürzlich gekauft haben, sitzen laut On-Chain-Daten auf durchschnittlichen Verlusten von 47 %. Damit befinden sich Kurzzeit-Halter in einer der schwächsten Renditezonen seit Ende 2020.
Tiefe bärische Stimmung
Daten des Marktanalyseunternehmens Santiment zeigen eine tiefe bärische Stimmung unter XRP-Händlern. Das Unternehmen wertet Social-Media-Aktivitäten und On-Chain-Daten aus, um die Marktstimmung zu messen. Derzeit ist das Signal überwältigend negativ.
Santiment weist jedoch darauf hin, dass ein solch extremer Pessimismus in der Vergangenheit Preiserholungen vorausging. Wenn Kurzzeit-Halter derart im Minus sind, erschöpft sich oft der Verkaufsdruck, und der Vermögenswert kann sich erholen.
Was die Zahlen sagen
Die Verlustzahl von 47 % bezieht sich auf den durchschnittlichen nicht realisierten Verlust von Wallets, die XRP weniger als 30 Tage halten. Diese Gruppe reagiert in der Regel am stärksten auf Kursschwankungen. Wenn sie tief im roten Bereich liegen, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sie verkaufen – aber auch höher, dass sie in Panik geraten, wenn die Kurse weiter fallen.
Santiments Daten deuten darauf hin, dass die aktuelle Messung zu den bärischsten seit Ende 2020 gehört, einer Phase, die schließlich einer starken Rallye für XRP wich. Das Unternehmen prognostiziert kein bestimmtes Kursziel, hebt das Setup jedoch als beobachtenswert hervor.
Keine garantierte Erholung
Eine bärische Stimmung allein erzwingt keine Trendwende. Der Kryptomarkt hat bereits lange Phasen des Pessimismus erlebt, die sich nicht sofort umkehrten. Dennoch hat die Kombination aus tiefen Verlusten und weit verbreiteter negativer Stimmung in der Vergangenheit die Bedingungen für eine Rückkehr geschaffen.
Derzeit warten die Kurzzeit-XRP-Halter ab. Die nächste Bewegung – ob Erholungsrallye oder weiterer Kursverfall – hängt von breiteren Marktfaktoren und XRP-spezifischen Nachrichten ab.




