Etwa 20.000 Einwohner der südlichen iranischen Provinz Hormozgan haben nach einer Reihe von Angriffen, die lokale Wasserreservoirs zerstörten, keinen Zugang zu Trinkwasser mehr. Die Angriffe trafen die Speicherinfrastruktur und ließen ganze Gemeinden ohne zuverlässige Trinkwasserquelle zurück. Die Behörden haben weder bestätigt, wer die Angriffe durchgeführt hat, noch wann mit Reparaturen begonnen werden könnte.
Ausmaß der Schäden
Hormozgan ist eine Küstenprovinz am Persischen Golf mit rund 1,8 Millionen Einwohnern. Die zerstörten Reservoirs versorgten eine Gruppe ländlicher Dörfer und Kleinstädte und unterbrachen die Wasserversorgung für schätzungsweise 20.000 Menschen. Ohne die Reservoirs haben die Bewohner keine unmittelbare Möglichkeit, sauberes Wasser zum Trinken, Kochen oder für die Hygiene zu erhalten. Die Provinzwasserbehörde hat keine Einzelheiten dazu veröffentlicht, welche Reservoirs genau getroffen wurden oder wie umfangreich die strukturellen Schäden sind.
Unmittelbare humanitäre Bedenken
Der Verlust des Zugangs zu Trinkwasser in einer ariden Region wie Hormozgan führt zu einer sich schnell ausbreitenden Krise. Die Temperaturen übersteigen im Sommer oft 40 °C, und die Provinz leidet bereits unter Wasserknappheit. Ohne eine Ersatzversorgung sind die Menschen gezwungen, auf alternative Quellen zurückzugreifen – per Lkw angeliefertes Wasser, unbehandelte Brunnen oder gespeichertes Regenwasser – die alle Gesundheitsrisiken bergen. Durchfallerkrankungen und andere wasserbedingte Krankheiten werden zu einer echten Bedrohung, wenn kein sauberes Wasser verfügbar ist. Internationale Hilfsorganisationen haben noch keine Reaktion vor Ort gemeldet, und der Iranische Rote Halbmond hat keine öffentliche Erklärung abgegeben.
Ungewisser Zeitplan für die Wiederherstellung
Es gibt keinen offiziellen Zeitplan für die Reparatur oder den Ersatz der zerstörten Reservoirs. Bei ähnlichen Vorfällen im Iran in der Vergangenheit dauerte die Wiederherstellung der Wasserinfrastruktur Wochen oder sogar Monate, je nach Verfügbarkeit von Materialien und Sicherheitsbedingungen. Die Behörden haben keine Notfallpläne zur Wasserverteilung für die betroffene Bevölkerung angekündigt. Vorerst müssen die 20.000 Einwohner von Hormozgan mit einer ungewissen Wartezeit rechnen – ohne klare Antwort, wann ihre Wasserhähne wieder laufen werden.




