Bologna steht kurz vor dem Abschluss eines Deals zur Verpflichtung des Verteidigers Rahim Alhassane vom spanischen Klub Real Oviedo. Der Transfer wird als strategische Investition zur Stärkung der Defensivtiefe betrachtet, obwohl mit den Verhandlungen vertraute Quellen auf mögliche finanzielle Risiken hinweisen.
Warum der Schritt sinnvoll ist
Bolognas Abwehr war in dieser Saison stark beansprucht, und die Scouting-Abteilung des Klubs hat Alhassane als einen Spieler identifiziert, der sofort eingreifen kann. Mit 24 Jahren hat der Innenverteidiger regelmäßige Spielminuten in der zweiten spanischen Liga gesammelt und dabei die Ballruhe gezeigt, die zum Spielstil von Trainer Thiago Motta passt. Der Klub sieht ihn eher als langfristige Verstärkung denn als schnelle Lösung.
Real Oviedo hingegen ist bereit zu verkaufen. Der spanische Klub muss seine Finanzen in Ordnung bringen, und Alhassanes Vertrag läuft bis 2026. Das gibt Bologna eine gewisse Verhandlungsmacht, bedeutet aber auch, dass die Ablösesumme nicht im Schnäppchenbereich liegt. Die beiden Klubs feilschen noch um die endgültige Struktur – Festbetrag versus Bonuszahlungen –, aber ein Deal wird noch vor Schließung des Januar-Transferfensters erwartet.
Die finanzielle Seite
Offizielle Zahlen wurden nicht bekannt gegeben, aber der Deal wird als beträchtliche Ausgabe für einen Spieler aus der zweiten spanischen Liga beschrieben. Das allein birgt ein Risiko. In der Serie A haben schon viele Importe aus unteren europäischen Ligen Schwierigkeiten gehabt, sich an das Tempo und die Körperlichkeit des italienischen Fußballs anzupassen. Bologna setzt darauf, dass Alassanes technische Grundlage ihm den Sprung erleichtert.
Hinzu kommt die Gehaltsfrage. Alhassane würde voraussichtlich ein deutlich höheres Gehalt verlangen als bei Oviedo, und falls er sich nicht durchsetzt, wird dieser Vertrag zu einer Belastung für die Gehaltskasse. Die jüngere Geschichte des Klubs bei Defensivverpflichtungen ist gemischt – einige haben sich durchgesetzt, andere kamen kaum zum Einsatz. Dieser Transfer kommt ohne Garantien.
Bologna hofft, die Formalitäten innerhalb der nächsten Woche abzuschließen. Alhassane soll nach Italien fliegen, um den Medizincheck zu absolvieren, sobald die Klubs die endgültigen Bedingungen vereinbart haben. Wenn alles klappt, wird er Anfang Februar für Einsätze zur Verfügung stehen, genau dann, wenn der Spielplan mit Liga- und Pokalverpflichtungen voll wird.




