Fast 50 Drohnen haben in der Nacht die russische Region Moskau angegriffen und Brände an einem Öldepot in Noginsk sowie an einem Wildberries-Logistikstandort in Elektrostal ausgelöst. Die Angriffe erfolgen, während Wetten auf dem Prognosemarkt Polymarket eine Wahrscheinlichkeit von 19 % anzeigen, dass Wladimir Putin bis Juni 2027 sein Amt verlässt, wobei 17,8 Millionen Dollar auf dieses Ergebnis gesetzt wurden.
Der nächtliche Drohnenangriff
Russische Beamte berichteten, dass etwa 50 Drohnen in einer einzigen Welle die Region Moskau getroffen haben. In Noginsk, einer Stadt östlich der Hauptstadt, brach an einem Öldepot ein Feuer aus, ebenso an einem Logistikzentrum von Wildberries in Elektrostal. Wildberries ist einer der größten Online-Händler Russlands. Es wurden zunächst keine Opfer gemeldet, aber die Angriffe gehören zu den größten Drohnenvorstößen in der Nähe Moskaus seit Beginn des Krieges in der Ukraine.
Was die Polymarket-Zahlen zeigen
Polymarket, eine dezentrale Prognoseplattform, gibt nun eine Wahrscheinlichkeit von 19 % an, dass Putin bis Juni 2027 nicht mehr Präsident Russlands sein wird. Das ist ein Anstieg gegenüber niedrigeren Werten zu Beginn des Jahres. Das gesamte Handelsvolumen für diesen Vertrag hat 17,8 Millionen Dollar erreicht, was auf ein erhebliches Händlerinteresse hindeutet. Der Vertrag definiert „Abgang“ als Verlassen des Amtes aus beliebigem Grund – Rücktritt, Absetzung, Tod oder andere Ursachen. Es wurde kein einzelnes Ereignis als Auslöser für den Anstieg genannt, aber die Drohnenangriffe haben die Spekulationen über Instabilität verstärkt.
Warum die Quoten wichtig sind
Prognosemärkte sind zu einem beliebten Instrument zur Bewertung politischer Risiken geworden, auch wenn sie nicht immer genau sind. Der Polymarket-Vertrag über Putins Amtszeit ist seit Monaten aktiv, und der jüngste Anstieg deutet darauf hin, dass einige Wettende eine wachsende Chance auf einen Führungswechsel vor Mitte 2027 sehen. Die Drohnenangriffe, die nicht direkt mit der inneren Politik des Kremls in Verbindung stehen, tragen zu einer Erzählung der Verwundbarkeit bei. Russland wurde wiederholt mit Drohnenangriffen auf sein Territorium konfrontiert, und das Ausmaß dieses jüngsten Angriffs könnte Fragen zur Fähigkeit der Regierung aufwerfen, kritische Infrastruktur zu schützen.
Weder der Kreml noch Polymarket haben sich zu dem zeitlichen Zusammentreffen der beiden Ereignisse geäußert. Die Drohnenangriffe selbst werden noch von den russischen Behörden untersucht.




