Ein Bundesrichter hat das Verbot von Prognosemärkten in Minnesota vorübergehend außer Kraft gesetzt und damit Kalshi und Polymarket ermöglicht, weiterhin im Bundesstaat tätig zu sein, während eine rechtliche Anfechtung läuft. Die einstweilige Verfügung, die am späten Dienstag erlassen wurde, stoppt die Durchsetzung des staatlichen Gesetzes, das diesen Plattformen untersagte, ereignisbasierte Verträge an Einwohner Minnesotas anzubieten.
Die Gerichtsentscheidung
Der Richter gab dem Antrag der Unternehmen auf eine vorübergehende Aussetzung statt und entschied, dass das Verbot wahrscheinlich gegen Bundesrecht oder verfassungsrechtliche Schutzbestimmungen verstößt. Die Anordnung ist keine endgültige Entscheidung in der Sache, sondern erhält den Status quo, während das Gericht die gesamte Anfechtung prüft. Kalshi und Polymarket US können vorerst weiterhin Nutzer und Transaktionen aus Minnesota akzeptieren.
Was das Verbot umfasste
Das Gesetz von Minnesota zielte auf Prognosemärkte ab – Plattformen, auf denen Nutzer auf Ergebnisse von Ereignissen wie Wahlen, Sportveranstaltungen oder Wirtschaftsindikatoren wetten. Der Bundesstaat argumentierte, dass diese Märkte unreguliertes Glücksspiel darstellen und Risiken für Verbraucher bergen. Das Verbot hätte es Plattformen illegal gemacht, solche Verträge an Einwohner Minnesotas anzubieten.
Die Anfechtung der Unternehmen
Kalshi, eine bundesrechtlich regulierte Börse, und Polymarket US, eine kryptobasierte Plattform, verklagten den Bundesstaat mit der Begründung, dass das Verbot mit dem Bundesgesetz über Warentermingeschäfte und dem Ersten Verfassungszusatz kollidiert. Sie argumentieren, dass Prognosemärkte wertvolle Informationen liefern und wie andere Finanzinstrumente behandelt werden sollten. Die einstweilige Verfügung des Richters erlaubt ihnen, während des laufenden Verfahrens weiterzuarbeiten.
Wie es weitergeht
Das Gericht hat noch keinen Termin für eine vollständige Anhörung zur dauerhaften Verfügung oder zur zugrunde liegenden Klage festgelegt. Bis dahin können Einwohner Minnesotas weiterhin Kalshi und Polymarket nutzen. Der Bundesstaat könnte gegen die vorläufige Entscheidung Berufung einlegen, aber es wurde noch keine entsprechende Mitteilung eingereicht.




