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Trump sagt, er wolle Fort Knox besuchen, um Goldreserven zu überprüfen

Trump sagt, er wolle Fort Knox besuchen, um Goldreserven zu überprüfen

Präsident Donald Trump erklärte am 10. Mai, dass er persönlich die Goldreserven der USA im Fort Knox überprüfen möchte – und entfachte damit erneut Diskussionen über die Transparenz der nationalen Goldbestände. In einem Interview sagte Trump: „Ich möchte tatsächlich irgendwann nach Fort Knox. Ich will sehen, ob das Gold noch da ist – was ich sicher annehme.“ Diese Bemerkung belebt eine seit langem schwelende Debatte darüber, wie oft die Goldbestände der Regierung von externen Prüfern kontrolliert werden sollten.

Warum das erneute Interesse an Fort Knox

In Fort Knox lagern rund 147 Millionen Feinunzen Gold – etwa 59 % aller offiziellen US-Goldreserven. Das entspricht bei aktuellen Preisen einem Wert von weit über 300 Milliarden US-Dollar. Die letzte öffentliche Prüfung unter Beteiligung externer Beobachter fand 1974 statt – vor mehr als fünf Jahrzehnten. Seitdem gab es nur interne Kontrollen des Finanzministeriums, was Kritikern zufolge nicht ausreicht.

Das Department of Government Efficiency (DOGE) hatte die Idee einer Fort-Knox-Prüfung ursprünglich Anfang des Jahres ins Spiel gebracht, ist seitdem aber still geworden. Trump nannte keinen Zeitplan für einen Besuch und verpflichtete sich auch nicht zu einer formellen Inspektion oder Prüfung. Seine Aussage entsprang eher persönlicher Neugier als einer politischen Zusage.

Was das Finanzministerium sagt

Finanzminister Scott Bessent erklärte gegenüber Reportern im Februar 2025, dass jährliche interne Überprüfungen bestätigen, dass jeder Goldbarren verbucht sei. „Das gesamte Gold ist da“, sagte Bessent damals. Das Finanzministerium betont, dass seine Verfahren streng seien und der Goldbestand nie zu kurz gefunden wurde. Doch ohne unabhängigen, öffentlichen Zugang bleibt Skepsis unter einigen Abgeordneten und Goldmarktteilnehmern bestehen.

Ein feststeckendes Prüfungsgesetz

Der Abgeordnete Thomas Massie brachte HR 3795, den Gold Reserve Transparency Act von 2025, ein, der eine Prüfung der US-Goldreserven vorsieht. Der Gesetzesentwurf hat den Ausschuss nicht verlassen, und seine Aussichten bleiben unklar. Massie, ein republikanischer Abgeordneter aus Kentucky, in dessen Wahlkreis Fort Knox liegt, drängt seit Jahren auf mehr Transparenz. Die Stagnation des Gesetzes deutet darauf hin, dass der Kongress nicht genügend öffentlichen Druck verspürt, um eine vollständige, unabhängige Zählung zu erzwingen.

Keine Marktreaktion

Anleger reagierten nicht auf Trumps Äußerungen. Die Spot-Goldpreise blieben in den Stunden nach dem Interview stabil, und sichere Anlagen zeigten kein ungewöhnliches Handelsvolumen. Das Ausbleiben einer Marktbewegung deutet darauf hin, dass Händler entweder auf die Zusicherungen des Finanzministeriums vertrauen oder Trumps Kommentar eher als vorübergehende Idee denn als konkrete Handlung betrachten.

Das Gold in Fort Knox bleibt eines dieser seltsamen Washingtoner Mysterien, das nie ganz verschwindet. Trump hat keinen Besuch terminiert, Massies Gesetzentwurf steckt fest, und DOGE hat aufgehört, darüber zu sprechen. Bis jemand die Tresortüren tatsächlich für nichtstaatliche Augen öffnet, wird die Frage bestehen bleiben – selbst wenn das Finanzministerium darauf beharrt, dass es nichts zu sehen gibt.