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Israel greift iranischen Petrochemie-Komplex an, der mit Raketenproduktion in Verbindung steht

Israel greift iranischen Petrochemie-Komplex an, der mit Raketenproduktion in Verbindung steht

Israelische Kampfflugzeuge haben einen iranischen Petrochemie-Komplex angegriffen, der nach Geheimdienstberichten mit der Raketenproduktion in Verbindung steht, wie das Militär am Mittwoch bestätigte. Der Angriff, der die Anlage in der Provinz Chuzestan traf, verschärft den Schattenkrieg zwischen den beiden Nationen und droht, die ohnehin fragile regionale Stabilität zu erschüttern.

Das Ziel: Ein Petrochemie-Komplex mit militärischen Verbindungen

Die Anlage produzierte nicht nur zivile Kunststoffe und Düngemittel. Westliche Geheimdienste hatten den Standort als Lieferanten von Treibstoffen und anderen chemischen Komponenten für das iranische Raketenprogramm eingestuft. Israelische Beamte bezeichneten den Angriff als gezielten Schlag, der darauf abzielt, die Fähigkeit Teherans zur Herstellung von Mittel- und Langstreckenraketen zu beeinträchtigen. Das genaue Ausmaß der Schäden bleibt jedoch unklar – Satellitenbilder sind noch nicht öffentlich, und der Iran hat keine vollständige Bewertung vorgelegt.

Regionale Sicherheit auf wackeligem Boden

Dies ist kein isolierter Vorfall. Israel hat in den letzten zwei Jahren Dutzende Angriffe im Iran durchgeführt, aber der Angriff auf eine große Industrieanlage stellt eine Verschiebung des Ausmaßes dar. Die Nachbarländer beobachten die Lage genau. Golfstaaten, die in der Vergangenheit leise mit Israel bei iranbezogenen Geheimdiensten kooperiert haben, stehen nun vor einem schwierigeren Balanceakt. Jede Fehleinschätzung könnte sie in einen Konflikt hineinziehen, den sie nicht wollen. In der Zwischenzeit haben die Hisbollah und andere vom Iran unterstützte Milizen ihre eigene Kalkulation – und ihre Reaktion, falls es eine gibt, könnte eine breitere Kettenreaktion auslösen.

Globale Märkte reagieren nervös

Der Angriff ließ die Ölpreise im frühen Handel um fast 3 % steigen. Händler sorgen sich um Unterbrechungen der Lieferungen entlang der Straße von Hormus, einem Engpass für etwa ein Fünftel des weltweiten Rohöls. Der Iran hat in früheren Krisen gedroht, die Straße zu blockieren, und dieser Angriff gibt ihm neuen Grund, mit diesem Säbel zu rasseln. Vorerst haben die Märkte eine Risikoprämie eingepreist, aber eine anhaltende Pattsituation könnte die Preise weiter in die Höhe treiben – und Volkswirtschaften belasten, die bereits mit der Inflation kämpfen.

Diplomatische Bemühungen erleiden Rückschlag

Der Zeitpunkt könnte für internationale Vermittler nicht schlechter sein. Die USA, die europäischen Mächte und die UN haben versucht, die Atomverhandlungen wiederzubeleben und die Spannungen abzubauen. Dieser Angriff untergräbt diese Bemühungen – der Iran sagt, er werde unter Beschuss nicht verhandeln. Das US-Außenministerium gab eine zurückhaltende Erklärung ab, in der es zur Zurückhaltung aufrief, aber es unterließ es, Israel zu verurteilen. Dieses Schweigen wird in Teheran nicht unbemerkt bleiben, wo Hardliner es als grünes Licht für weitere Angriffe sehen. Der diplomatische Weg ist deutlich enger geworden.

Was als Nächstes passiert, hängt von zwei Unbekannten ab: ob der Iran direkt Vergeltung übt und ob die USA einschreiten, um die Lage zu deeskalieren, oder ob sie sich zurückhalten. Der Angriff ereignete sich am Dienstagabend Ortszeit; bis Donnerstagmorgen gab es keine öffentliche Übernahme der Verantwortung durch den Iran oder seine Stellvertreter. Diese Ruhe könnte nicht von Dauer sein.