Die USA haben ihre nächtlichen Luftangriffe auf den Iran eingestellt – eine Änderung der militärischen Haltung, die mit zunehmenden Zusammenstößen zwischen Huthi-Kräften und Saudi-Arabien zusammenfällt. Die von Verteidigungsbeamten bestätigte Pause markiert eine Unterbrechung der anhaltenden Bombardierungskampagne, die in den letzten Wochen auf mit dem Iran verbundene Stellungen abzielte. Unabhängig davon gibt ein Prognosemarkt derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 9,5 % an, dass das iranische Regime bis Ende 2026 stürzt.
Warum die Luftangriffe gestoppt wurden
Die nächtlichen Angriffe waren ein nahezu konstantes Merkmal der US-Operationen in der Region, um die Fähigkeit des Irans zu schwächen, Macht durch Stellvertreter zu projizieren. Die Entscheidung zur Pause fiel jedoch inmitten einer starken Zunahme der Kämpfe zwischen den Huthis – einer vom Iran unterstützten Gruppe – und saudischen Streitkräften entlang der jemenitischen Grenze. US-Beamte haben den Zeitpunkt nicht öffentlich erklärt, aber der Schritt deutet auf eine Neujustierung hin, um nicht in einen größeren Konflikt hineingezogen zu werden. Das Pentagon lehnte eine Stellungnahme dazu ab, ob die Pause vorübergehend oder unbefristet ist.
Zusammenstöße im Jemen
Die Kämpfe zwischen Huthi-Kämpfern und saudischen Truppen sind in den letzten Tagen aufgeflammt, wobei beide Seiten Artillerie- und Drohnenangriffe austauschten. Die Huthis, die weite Teile des Nordjemen kontrollieren, sind seit langem ein Dorn im Auge Riad. Saudi-Arabien führt eine Militärkoalition an, die die Huthis seit 2015 bombardiert. Die jüngsten Zusammenstöße kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die USA versuchen, einen Waffenstillstand im Jemen zu vermitteln – ein Bemühen, das nun fragiler erscheint. Es wurden weder Opferzahlen noch territoriale Veränderungen veröffentlicht.
Prognosemarkt-Quoten
Auf Polymarket, einer dezentralen Prognoseplattform, sehen Händler derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 9,5 %, dass das iranische Regime bis zum 31. Dezember 2026 zusammenbricht. Das ist ein Anstieg von etwa 5 % zu Beginn des Jahres, aber immer noch ein Außenseiter. Der Markt spezifiziert nicht, was „Sturz“ bedeutet – es könnte ein Führungswechsel, eine Revolution oder eine vollständige Auflösung der Islamischen Republik sein. Die Quoten spiegeln die Unsicherheit angesichts der inneren Unruhen im Iran, des wirtschaftlichen Drucks und der anhaltenden militärischen Spannungen mit den USA und ihren Verbündeten wider. Aber Prognosemärkte sind keine Umfragen; sie messen die Wettstimmung, nicht die Wahrscheinlichkeit im wissenschaftlichen Sinne.
Was als Nächstes kommt
Die große Frage ist, ob die USA ihre nächtlichen Luftangriffe wieder aufnehmen werden. Die Pause könnte eine taktische Verschnaufpause sein – oder ein Zeichen dafür, dass Washington seinen Ansatz überdenkt. Die Huthi-Saudi-Zusammenstöße fügen eine weitere Komplexität hinzu: Jede US-Eskalation gegen den Iran riskiert, die Jemen-Front anzuheizen. Vorerst wartet die Region ab. Die nächste Runde der saudisch-huthischen Friedensgespräche ist für nächsten Monat geplant, aber es wurde noch kein Datum festgelegt. Und das iranische Regime zeigt trotz seines eigenen Drucks keine Anzeichen eines bevorstehenden Zusammenbruchs – ungeachtet dessen, was die Wettmärkte sagen.




