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Bank of England setzt auf Tokenisierung, 24/7-Abrechnung und Überprüfung von Stablecoins

Bank of England setzt auf Tokenisierung, 24/7-Abrechnung und Überprüfung von Stablecoins

Die Bank of England setzt konsequent ihre Pläne um, Tokenisierung in die britischen Finanzmärkte einzuführen. Sie schlägt nahezu 24/7-Abrechnungszeiten vor und überprüft die Grenzen für Stablecoins erneut. Das Ziel: die Wettbewerbsfähigkeit des Landes im Bereich digitaler Vermögenswerte zu stärken.

Tokenisierungsvorstoß

Tokenisierung – die Umwandlung von Vermögenswerten wie Anleihen oder Geld in digitale Token auf einer Blockchain – ist seit Jahren ein Diskussionsthema in der Finanzbranche. Der neueste Schritt der Bank zeigt, dass sie bereit ist, über das bloße Reden hinauszugehen. Sie möchte die Abrechnung schneller und flexibler gestalten. Durch Tokenisierung könnten Zwischenhändler entfallen und Geschäfte nahezu sofort abgewickelt werden. Dies wäre ein großer Wandel im Vergleich zum derzeitigen System, bei dem einige Transaktionen Tage zur Abwicklung benötigen.

Nahezu 24/7-Abrechnung im Gespräch

Die Bank schlägt vor, die Abrechnungszeiten nahezu auf 24/7 auszuweiten. Derzeit erfolgt die Abrechnung in Großbritannien meist in einem engen Zeitfenster. Ein nahezu 24/7-System würde es ermöglichen, Geschäfte jederzeit abzuschließen, was das Risiko verringert und den Kapitalfluss beschleunigt. Dies ist eine Änderung, die Marktteilnehmer seit Langem fordern, insbesondere da der Handel globaler wird und die Aktivitäten außerhalb der regulären Handelszeiten zunehmen. Die Bank hat keinen detaillierten Zeitplan genannt, doch der Vorschlag liegt nun zur Konsultation vor.

Stablecoin-Grenzen werden erneut geprüft

Stablecoins – digitale Währungen, die an traditionelle Vermögenswerte gebunden sind – stehen ebenfalls wieder im Fokus der Bank. Regulierungsbehörden überprüfen erneut Grenzen, die laut einigen Branchenvertretern die Innovation behindert haben. Die Überprüfung zielt darauf ab, das Vereinigte Königreich wettbewerbsfähiger zu machen, da andere Jurisdiktionen wie die Europäische Union und die Vereinigten Staaten eigene Regeln für Stablecoins festlegen. Die Bank prüft, wie der Einsatz von Stablecoins bei Zahlungen und Abrechnungen zugelassen werden kann, ohne die Finanzstabilität zu gefährden.

Diese Schritte erfolgen, während die britische Regierung London als globalen Hub für digitale Finanzen positionieren möchte. Die Arbeit der Bank an Tokenisierung und Abrechnungszeiten passt zu den breiteren Bemühungen, die Finanzinfrastruktur des Landes zu modernisieren. Die Regulierung von Stablecoins war bisher jedoch ein Hindernis für Kryptounternehmen, die im Vereinigten Königreich tätig werden möchten. Die Lockerung der Grenzen könnte mehr Geschäftsanlagen anziehen – birgt aber auch Risiken, die die Bank sorgfältig managen will.

Die Vorschläge stehen zur Stellungnahme durch die Industrie offen. Die Marktreaktion könnte die digitale Finanzlandschaft des Vereinigten Königreichs über Jahre hinweg prägen. Die Bank hat noch kein Datum für die endgültigen Regeln oder deren Umsetzung festgelegt.