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Kioxia-Aktien erholen sich leicht nach 45% Einbruch – Analysten halten an bullischen Zielen fest

Kioxia-Aktien erholen sich leicht nach 45% Einbruch – Analysten halten an bullischen Zielen fest

Die Aktien von Kioxia erholten sich letzte Woche leicht und stiegen am 21. Juli wieder auf 55.860 Yen, nachdem ein brutaler Ausverkauf innerhalb eines Monats fast die Hälfte ihres Wertes vernichtet hatte. Die Aktie fiel während der Talfahrt auf ein Tief von 52.110 Yen, weit entfernt vom Rekordhoch von 111.250 Yen, das sie am 22. Juni erreicht hatte – als Kioxia kurzzeitig Toyota als wertvollstes Unternehmen Japans nach Marktkapitalisierung überholte.

Das Ausmaß des Ausverkaufs

Der 45%ige Einbruch löschte Hunderte Milliarden Yen an Marktwert aus und verblüffte Anleger, die nach dem atemberaubenden Anstieg in den Speicherchip-Hersteller investiert hatten. Der Rückgang erfolgte im Zuge eines breiteren Ausverkaufs von Chipaktien, der in diesem Monat durch Japan fegte und Billionen Yen aus dem Sektor tilgte. Die Volatilität von Kioxia spiegelt die anderer asiatischer Chip-Hersteller wie SK Hynix wider, deren an der Nasdaq notierte Aktien ebenfalls stark schwankten.

Analysten bleiben standhaft

Trotz des starken Rückgangs bleiben mehrere Analysten bullisch. Kazuyoshi Saito von Iwai Cosmo hat ein Kursziel von 132.000 Yen und argumentiert, dass „sich an den Fundamentaldaten überhaupt nichts geändert hat“ und die Aktie sich erholen werde, sobald der technische Verkauf nachlasse. Nomura Securities erhöhte sein Ziel auf 126.000 Yen, und Huaxing Research sieht die Aktie über 100.000 Yen. Das durchschnittliche Kursziel von 121.959 Yen impliziert ein Aufwärtspotenzial von etwa 118% gegenüber dem Schlusskurs vom 21. Juli.

Eine gegensätzliche Ansicht

Nicht jeder ist überzeugt, dass die Erholung unmittelbar bevorsteht. Portfoliomanager Ikio Mitsuishi von Aizu Securities erwartet, dass die Aktie von Kioxia mindestens bis Ende August schwach bleibt, und verweist auf die Möglichkeit einer Rotation in günstigere, weniger volatile Titel. Seine Ansicht fügt dem ansonsten bullischen Analystenchor eine warnende Note hinzu.

Turbulenzen im weiteren Chipmarkt

Der Ausverkauf bei Kioxia ist Teil einer breiteren Korrektur bei japanischen Chipaktien, die von Gewinnmitnahmen und Nachfragesorgen getroffen wurden. Der kometenhafte Aufstieg des Unternehmens im Juni – als es zum wertvollsten Unternehmen Japans wurde – wirkt nun wie eine ferne Erinnerung. Für Anleger stellt sich die Frage, ob die aktuelle Schwäche eine Kaufgelegenheit oder der Beginn einer tieferen Abwärtsbewegung ist. Saito erwartet, dass der technische Verkauf nachlässt, aber vorerst bleibt der Kurs der Aktie unsicher.