Die Beschäftigung im US-Privatsektor ist im Juli 2026 nur um 44.000 Arbeitsplätze gewachsen – der schwächste monatliche Zuwachs seit Januar. Das geht aus dem National Employment Report von ADP Research hervor. Die Juli-Zahl liegt damit unter der Hälfte der 95.000 Arbeitsplätze, die im Juni hinzukamen, und signalisiert eine deutliche Verlangsamung der Einstellungsaktivität.
Einstellungsdynamik stockt
Der NER Pulse von ADP, ein wöchentlicher Indikator, meldete für die Woche bis zum 11. Juli eine Veränderung des Vier-Wochen-Durchschnitts von +15.000 Arbeitsplätzen. Das ist ein Rückgang gegenüber dem Jahresbeginn und deutet auf eine anhaltende Abkühlung des Arbeitsmarktes hin. Der Bericht basiert auf anonymisierten Gehaltsdaten und umfasst weder die Beschäftigung im öffentlichen Dienst noch erhebt er eine Arbeitslosenquote – das Gesamtbild des Arbeitsmarktes bleibt also unvollständig.
Lohnwachstum bleibt stabil
Trotz der Verlangsamung bei den Neueinstellungen steigen die Gehälter weiter. Das mittlere Jahresgehalt lag im Juli bei 62.100 US-Dollar, so die ADP Pay Insights. Das Lohnwachstum im Jahresvergleich für Beschäftigte, die ihren Job behielten, betrug im Juli 4,4 %. Das ist ein solider Anstieg, auch wenn er sich in den letzten Monaten nicht weiter beschleunigt hat.
Was die Daten nicht zeigen
Der ADP-Bericht erfasst nur die Lohn- und Gehaltsabrechnungen des Privatsektors. Öffentliche Arbeitsplätze, die in einigen der letzten Monate eine Wachstumsquelle waren, bleiben außen vor. Und da keine Arbeitslosenquote berechnet wird, lässt sich nicht sagen, ob die Verlangsamung auf weniger Arbeitssuchende oder auf eine Zurückhaltung der Arbeitgeber zurückzuführen ist. Der offizielle Arbeitsmarktbericht des Bureau of Labor Statistics, der später in diesem Monat erscheint, wird einige dieser Lücken schließen.
Die Juli-Zahlen werfen vorerst eine Frage auf: Handelt es sich um eine vorübergehende Flaute oder den Beginn einer breiteren Abkühlung? Der nächste ADP-Bericht, der den August abdeckt, wird den ersten Hinweis geben.




