Canaan, einer der größeren Hersteller von Bitcoin-Mining-Hardware, meldete für das erste Quartal 2024 einen Nettoverlust von 88,7 Millionen Dollar – der zweite Quartalsverlust in Folge. Der CEO des Unternehmens verwies auf den anhaltenden Nahostkonflikt als einen wichtigen Faktor, der die Aussichten für seine Mining-Aktivitäten trübt. Die diese Woche veröffentlichten Ergebnisse verdeutlichen, wie geopolitische Instabilität in den Krypto-Mining-Sektor einsickert.
Die Q1-Zahlen
Dieser Verlust von 88,7 Millionen Dollar folgt auf ein schwächer als erwartetes viertes Quartal 2023. Die Umsatzzahlen wurden in der Gewinnmitteilung nicht offengelegt, aber allein der Nettoverlust ist ein deutliches Signal. Für ein Unternehmen, das die Maschinen herstellt, auf die Miner angewiesen sind, deutet ein zweiter Verlust in Folge darauf hin, dass die Nachfrage nicht wie erhofft anzieht. Canaan präzisierte nicht, ob der Verlust auf sinkende Verkäufe, höhere Kosten oder beides zurückzuführen ist – obwohl die Kommentare des CEO einen Hinweis geben.
CEO zur Aussicht
Der CEO von Canaan führte die trübe kurzfristige Aussicht des Unternehmens direkt auf den Nahostkonflikt zurück. Die Instabilität in der Region, so sagte er, beeinträchtige den Bitcoin-Mining-Betrieb, der oft auf günstige Energie aus Ölförderländern angewiesen sei. Das ist ein Problem für einen Hardwarehersteller: Wenn Miner nicht profitabel arbeiten können, stellen sie den Kauf neuer Geräte ein. Der CEO nannte keinen Zeitplan für eine Erholung und ließ die Anleger im Unklaren darüber, wann sich das Blatt wenden könnte.
Der Zeitpunkt ist ungünstig. Der Bitcoin-Preis ist volatil, und der Mining-Schwierigkeitsgrad steigt stetig. Für Canaan drücken die Kombination aus geopolitischen Risiken und branchenspezifischen Gegenwinden die Margen. Das Unternehmen gab keine Prognose für den Rest des Jahres 2024 ab, aber der Ton der Telefonkonferenz deutete eher auf Vorsicht als auf Zuversicht hin.
Was kommt als Nächstes? Canaan wird in einigen Monaten die Q2-Ergebnisse vorlegen müssen – und die Anleger werden genau beobachten, ob sich der Verlust verringert oder der CEO auf konkrete Anzeichen einer Erholung verweisen kann. Der Nahe Osten bleibt vorerst der Joker.



