Die US-amerikanische Commodity Futures Trading Commission hat die erstmalige Notierung von Krypto-Perpetual-Futures genehmigt. Die Entscheidung eröffnet einen neuen Derivatenkanal für digitale Vermögenswerte – stößt jedoch bereits auf rechtlichen Widerstand der CME Group, der dominierenden Terminbörse, die der CFTC vorwirft, ihre Befugnisse überschritten zu haben.
Was die CFTC genehmigt hat
Die CFTC gab einem Produkt grünes Licht, das es Händlern ermöglicht, auf den Kurs eines Kryptowerts ohne Verfallsdatum zu setzen – eine Struktur, die als Perpetual-Futures-Kontrakt bekannt ist. Bislang hatte die Behörde eine solche Notierung für einen Krypto-Asset nicht autorisiert. Die Genehmigung signalisiert einen Wandel in der Sichtweise der Regulierungsbehörde auf diese Instrumente, obwohl die genauen Einzelheiten der Börse und des Kontrakts von der CFTC nicht offengelegt wurden.
CMEs Einwand
Die CME Group, die die größte regulierte Terminbörse der USA betreibt, legt Widerspruch gegen die Genehmigung ein. Die Börse argumentiert, die Entscheidung der CFTC weiche vom Commodity Exchange Act und der eigenen Präzedenz der Behörde ab. CME hat noch keine formelle Klage eingereicht, aber ihr öffentlicher Widerstand deutet auf einen wahrscheinlichen Rechtsstreit hin. Der Zeitpunkt ist für die CFTC ungünstig – die Behörde steht sowohl von Seiten der Industrie als auch der Gesetzgeber unter Druck, ihre Haltung zu Krypto-Derivaten zu klären.
Was als Nächstes passiert
Der Streit steuert auf einen Gerichtssaal oder eine Kongressanhörung zu. CME hat die Ressourcen und das Interesse, die Genehmigung anzufechten, und die CFTC wird ihre rechtliche Begründung verteidigen müssen. Vorerst kann die genehmigte Börse mit der Notierung des Produkts fortfahren, doch die Unsicherheit könnte potenzielle Teilnehmer verunsichern. Der nächste konkrete Schritt: CME wird voraussichtlich innerhalb weniger Wochen einen Überprüfungsantrag einreichen.




