Am 10. Mai gelangten massive 250.000 ETH in die Wallets von Börsen aller Plattformen, wobei 225.000 – volle 90 % – allein auf Binance landeten. Seitdem ist Ethereum unter die kritische Unterstützungsmarke von 2.150 $ gefallen und wird nach den neuesten Daten bei etwa 2.115 $ gehandelt. Diese Bewegung bestätigt einen verkäuferdominierten Trend, wobei der Vermögenswert nun unter seinen 100-Tage- und 200-Tage-gleitenden Durchschnitten liegt.
Binances überproportionale Rolle beim Ausverkauf
Der Zufluss am 10. Mai konzentrierte sich überwältigend auf Binance. Das ist wichtig, weil Binances Dominanz in den ETH-Flussdynamiken bedeutet, dass ihr Verhalten effektiv das Verhalten des breiteren Marktes definiert. Nach dem großen Zustrom wechselte Binance zu einem Nettoabfluss von rund 12.000 ETH. Die aggregierten Börsenzuflüsse blieben jedoch mit etwa 20.000 ETH leicht positiv – was darauf hindeutet, dass Binance-Nutzer zwar Coins von der Börse abzogen, andere Plattformen weiterhin Einzahlungen verzeichneten. Diese Divergenz deutet auf einen Markt hin, in dem sich verschiedene Börsenkohorten in entgegengesetzte Richtungen bewegen.
Technische Indikatoren zeigen Rot
Ethereums Abweisung vom Widerstandsniveau bei 2.350 $ erfolgte mit steigendem Volumen – ein Zeichen für aktive Verteilung, nicht für die ruhige Konsolidierung, die einem Aufschwung vorausgehen könnte. Der Preis ist nun unter den 100-Tage-gleitenden Durchschnitt gefallen und bleibt unter dem fallenden 200-Tage-gleitenden Durchschnitt gefangen. Für Trader, die das Momentum verfolgen, ist das die Lehrbuchdefinition eines bärischen Setups: Jede Rallye wird verkauft.
Wichtige zu beobachtende Niveaus
Die nächste entscheidende Unterstützungszone liegt zwischen 2.050 und 2.100 $. Sollte dieses Band nicht halten, könnte der Boden in die Nachfragezone von 1.900–2.000 $ fallen. Ob die jüngste Verschiebung von Binance zu Nettoabflüssen eine gewisse Absicherung bietet, hängt davon ab, ob diese abgehobenen Coins für Cold Storage, DeFi oder außerbörsliche Handelsplätze bestimmt waren – Daten, die On-Chain-Analysten in den kommenden Tagen genau beobachten werden. Es steht kein unmittelbarer Katalysator im Kalender, sodass die Preisbewegung wahrscheinlich weiterhin von Börsenflussdynamiken und der makroökonomischen Stimmung bestimmt wird.




