Eine parlamentarische Ethikuntersuchung im Vereinigten Königreich prüft, ob Nigel Farage eine Spende in Höhe von 5 Millionen Pfund vom Krypto-Milliardär Christopher Harborne hätte melden müssen, die er vor seinem Amtsantritt erhalten hatte. Der Vorsitzende der Reform-Partei kaufte nur wenige Wochen vor der Ankündigung seiner Kandidatur für 2024 eine Londoner Immobilie im Wert von 1,4 Millionen Pfund, was erneut die Aufmerksamkeit auf die nicht gemeldete Geldsumme lenkt. Die Untersuchung fällt zeitlich mit dem Vorstoß der Regierung zusammen, politische Krypto-Spenden vollständig zu verbieten.
Die Geldspritze vor der Wahl
Farage erhielt die Geldspritze von Harborne Monate bevor er Abgeordneter wurde. Er verwendete einen Teil davon im Mai 2024 für den Kauf eines Luxushauses, kurz bevor er seine Kandidatur für das Parlament bekannt gab. Sein Team besteht darauf, dass keine Meldepflichten verletzt wurden, da das Geld vor seinem Amtsantritt einging. Sie argumentieren, dass der Zeitpunkt für die aktuellen Ethikstandards irrelevant sei.
Spendenverbot rückt vor
Premierminister Keir Starmer unterstützte im März 2026 ein vorübergehendes Verbot von Krypto-Spenden. Dies folgte auf Matt Westerns Forderung aus dem Jahr 2025, solche Spenden aufgrund von Transparenz- und Risiken ausländischer Einmischung zu stoppen. Der Gesetzesentwurf muss beide Kammern des Parlaments passieren und die königliche Zustimmung erhalten, bevor er in Kraft tritt. Es ist nicht der erste Versuch, diese Gelder zu beschränken.
Liberaldemokraten zielen auf Krypto-Werbung ab
Die Liberaldemokraten fordern die Finanzaufsichtsbehörde (FCA) auf, Farages Werbung für Stack BTC zu untersuchen. Sie bringen die Werbung für das Bitcoin-Produkt mit Harbornes Spende als Interessenkonflikt in Verbindung. Ihre Forderung erhöht den Druck auf Farage, während die Ethikuntersuchung läuft. Bisher sind keine offiziellen Maßnahmen der FCA eingeleitet worden.
Reform-Partei zieht eine Grenze
Die Reform-Partei plant, gegen jedes Verbot oder Moratorium für politische Krypto-Spenden vorzugehen. Insider der Partei sagen, dass die Blockierung dieser Gelder den Wettbewerb behindern würde, indem sie etablierte Parteien bevorzugt. Sie halten Krypto-Spenden für legitim und wesentlich für neue politische Bewegungen. Diese Haltung führt zu einem direkten Konflikt mit der Gesetzgebung der Regierung.
Der nächste Schritt wird die Debatte über den Gesetzesentwurf im Oberhaus sein, wo er vor der königlichen Zustimmung möglichen Änderungen unterliegt.




