Die französische Glücksspielaufsichtsbehörde Autorité Nationale des Jeux (ANJ) hat den Zugang zu Polymarket, einer beliebten Plattform für Prognosemärkte, gesperrt. Dieser Schritt ist Teil einer zunehmenden Welle von Kontrollen, die sich gegen Plattformen richtet, auf denen Nutzer auf den Ausgang von Ereignissen wie Wahlen oder Sportereignissen wetten können.
Warum die ANJ eingeschritten ist
Die ANJ hat keine detaillierte öffentliche Erklärung für die Sperre abgegeben, doch die Maßnahme fügt sich in ein Muster ein, bei dem Regulierungsbehörden Prognosemärkte als nicht lizenzierte Glücksspiele behandeln. In Frankreich dürfen nur Anbieter mit einer gültigen Spielerlaubnis Wettdienstleistungen anbieten. Polymarket, das seinen Sitz in den Vereinigten Staaten hat, besitzt keine französische Lizenz.
US-Regulierungsbehörden verfolgen ähnlichen Kurs
Auf der anderen Seite des Atlantiks haben US-Regulierungsbehörden Prognosemärkte als nicht lizenzierte Wettplattformen eingestuft. Die Commodity Futures Trading Commission hat bereits gewarnt, dass bestimmte Ereigniskontrakte – insbesondere solche, die mit politischen Wettbewerben verbunden sind – gegen Bundesgesetze zum Glücksspiel verstoßen könnten. In den USA wurde bisher keine formelle Durchsetzungsmaßnahme gegen Polymarket angekündigt, aber der regulatorische Druck nimmt zu.
Die Entscheidung der ANJ verstärkt den internationalen Widerstand gegen Prognosemärkte, die in vielen Ländern in einer rechtlichen Grauzone operieren. Für französische Nutzer ist Polymarket derzeit nicht mehr zugänglich.




