Gewerkschaften mobilisieren gegen ein anhängiges Kryptowährungsgesetz im US-Senat und argumentieren, dass die Gesetzgebung eine direkte Bedrohung für die Altersvorsorge arbeitender Amerikaner darstellt. In einer koordinierten Aktion diese Woche trafen sich Gewerkschaftsvertreter mit Senatoren und sandten Briefe, in denen sie zur Ablehnung auffordern, wie mit der Sache vertraute Quellen berichten.
Warum die Gewerkschaften Alarm schlagen
Das Hauptanliegen der Gewerkschaften dreht sich um die Möglichkeit des Gesetzes, Altersvorsorgegelder – einschließlich 401(k)-Pläne und Rentenkonten – ohne ausreichende Sicherheitsvorkehrungen in Krypto-Anlagen zu investieren. Sie argumentieren, dass der volatile Charakter digitaler Währungen Ersparnisse vernichten könnte, die Arbeitnehmer über Jahrzehnte aufgebaut haben. Die Botschaft an die Senatoren ist klar: Lasst nicht zu, dass die Zukunft der Arbeitnehmer zum Glücksspiel wird.
Was das Gesetz bewirken würde
Das Krypto-Gesetz, das seit Monaten durch den Kongress läuft, zielt darauf ab, einen föderalen Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte zu schaffen. Befürworter sagen, es würde Klarheit und Verbraucherschutz in einen noch immer wilden Markt bringen. Die Gewerkschaften sehen jedoch ein anderes Bild: eine grünes Licht für Finanzfirmen, Rentengelder in unerprobte Anlagen mit geringer Aufsicht zu lenken. Der Wortlaut des Gesetzes schreibt den Zugang zu Krypto für Rentenkonten nicht explizit vor, aber die Gewerkschaften befürchten, dass seine weiten Definitionen dies ermöglichen könnten.
Druck auf wichtige Senatoren
Die Kampagne zielt auf gemäßigte Demokraten und eine Handvoll Republikaner ab, deren Stimmen über den Ausgang entscheiden könnten. Gewerkschaftsführer haben klargestellt, dass dies eine bewertete Abstimmung sein wird – das heißt, sie werden verfolgen, wie die Senatoren abstimmen, und dies bei künftigen Unterstützungen und der Mitgliederaufklärung nutzen. Der Zeitpunkt ist für die Befürworter des Gesetzes ungünstig: Eine Reihe von hochkarätigen Krypto-Börsenpleiten und Betrugsfällen im vergangenen Jahr hat die Öffentlichkeit bereits misstrauisch gemacht.
Ein breiterer Kampf um die Rentenpolitik
Dies ist nicht das erste Mal, dass Gewerkschaften mit Krypto-Befürwortern aneinandergeraten. Im Jahr 2025 gab das Arbeitsministerium eine Richtlinie heraus, die Treuhänder davor warnt, Krypto in Rentenpläne aufzunehmen – eine Haltung, die Branchenverbände vor Gericht angefochten haben. Das aktuelle Gesetz könnte diese Richtlinie effektiv außer Kraft setzen, indem es einen anderen föderalen Standard festlegt. Die Gewerkschaften kämpfen nun darum, dies zu verhindern.
Was als Nächstes passiert
Der Senat wird voraussichtlich bereits nächsten Monat über das Gesetz im Plenum abstimmen. Gewerkschaftsführer planen bereits eine öffentliche Druckkampagne, darunter eine Reihe von Bürgerversammlungen und gezielte Anzeigen in wichtigen Bundesstaaten. Derzeit bleibt der Weg des Gesetzes ungewiss – aber der Widerstand der Arbeiterbewegung hat es deutlich schwieriger gemacht, es zu verabschieden.




