Das Hyperliquid Policy Center und die Risikokapitalgesellschaft Multicoin Capital haben am 27. Juli einen gemeinsamen Kommentar bei der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) eingereicht, in dem sie den vorgeschlagenen Rahmen der Behörde für Prognosemärkte unterstützen, jedoch zwei Klarstellungen fordern.
Was der Kommentar verlangt
Der Kommentar befürwortet den Plan der CFTC, die Regel 40.11 zu ändern und einen 90-tägigen Überprüfungsprozess für Ereigniskontrakte einzuführen, die mit Glücksspiel, Terrorismus, Krieg, Attentaten oder anderen im Commodity Exchange Act aufgeführten Aktivitäten verbunden sind. Die beiden Gruppen fordern die CFTC jedoch auf, ihre Auslegung des Begriffs „involve“ (betreffen) im Gesetz zu verfeinern – insbesondere darauf zu achten, wie ein Kontrakt abgerechnet wird, und nicht darauf, wie er gehandelt wird. Sie fordern die Behörde außerdem auf, ihre Begründungen sowohl für Genehmigungen als auch für Ablehnungen von Ereigniskontrakten zu veröffentlichen, nicht nur für Ablehnungen.
Warum eine bundesstaatliche Aufsicht wichtig ist
Der Kommentar argumentiert, dass eine Regulierung von Prognosemärkten durch die Bundesstaaten den nationalen Derivatemarkt fragmentieren würde. Stattdessen sollten diese Märkte unter die ausschließliche Zuständigkeit des Bundes fallen. Die Gruppen verweisen auf das jüngste Handelsvolumen – Prognosemärkte überstiegen im Monat vor Einreichung des Kommentars 50 Milliarden US-Dollar – als Beleg dafür, dass der Markt groß genug geworden ist, um klare, einheitliche Regeln zu rechtfertigen.
Bitte um mehr Beispiele
Der Kommentar bittet die CFTC außerdem, weitere Beispiele für Grenzfälle zu liefern, etwa Kontrakte mit mehreren Abwicklungswegen oder indirekten Bezügen zu sensiblen Aktivitäten. Dies würde den Börsen helfen, ihr regulatorisches Risiko im Rahmen des neuen Regelwerks besser einzuschätzen.
Die CFTC hat noch keinen Zeitplan für die Finalisierung der Regelung festgelegt. Die Kommentierungsfrist bleibt geöffnet.




