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KI half, 395.000 Dollar in Bitcoin nach Jahren und 3,5 Billionen Passwortversuchen wiederzuerlangen

KI half, 395.000 Dollar in Bitcoin nach Jahren und 3,5 Billionen Passwortversuchen wiederzuerlangen

Ein Krypto-Besitzer, der jahrelang kein Bitcoin-Wallet angerührt hatte, bekam in diesem Monat nach einem achtwöchigen Brute-Force-Marathon endlich 395.000 Dollar in BTC zurück – unterstützt durch Anthropics KI Claude. Das Wallet, das bei Blockchain.com gehostet wurde, war durch ein vergessenes Passwort gesperrt. Mit dem Open-Source-Tool btcrecover auf einem gemieteten Rechenchip testete der Besitzer rund 3,5 Billionen Passwortkombinationen, bevor er es knackte.

Der Brute-Force-Marathon

Der Besitzer hatte die Hoffnung aufgegeben, jemals auf die Gelder zugreifen zu können. Doch nachdem er von btcrecover erfuhr, einem Tool zur Passwortwiederherstellung, das mit Bitcoin-Wallets funktioniert, beschloss er, es zu versuchen. Der Prozess war alles andere als schnell. Acht Wochen lang durchforstete der gemietete Chip jede mögliche Passwortvariation – insgesamt mehr als 3,5 Billionen Versuche. Das entspricht dem Versuch, alle zwei Stunden eine Milliarde verschiedener Passwörter auszuprobieren.

Warum so viele Versuche

Wallet-Verschlüsselungsschlüssel sind nicht leicht zu erraten. Der Besitzer hatte keine Aufzeichnung des Passworts, nur eine vage Erinnerung daran, was es gewesen sein könnte. Ohne einen Passworthinweis blieb nur die reine Brute-Force-Methode – das Testen jeder plausiblen Kombination. In diesem Maßstab benötigt selbst ein leistungsstarker gemieteter Chip Wochen. Die Effizienz des Tools war entscheidend: btcrecover ist darauf ausgelegt, Sackgassen zu überspringen und wahrscheinliche Muster zu priorisieren, aber es brauchte dennoch Billionen von Versuchen, um die richtige Zeichenfolge zu treffen.

Claudes Rolle bei der Wiederherstellung

Claude führte die Brute-Force-Attacke nicht selbst durch – das war btcrecovers Aufgabe. Aber die KI half dem Besitzer, den Suchraum einzugrenzen. Durch die Analyse der Erinnerungsfragmente des Besitzers und bekannter Passwortgewohnheiten schlug Claude Muster und wahrscheinliche Zeichensätze vor, die btcrecover zuerst anvisieren konnte. Diese Art der Mensch-KI-Zusammenarbeit – das Einspeisen wahrscheinlicher Eingaben in eine Brute-Force-Engine – verwandelte einen jahrelangen Traum in eine echte Wiederherstellung. Ohne Claudes Musterführung hätte die Suche noch länger dauern oder ganz scheitern können.

Dies ist eine der größten dokumentierten Wiederherstellungen eingeschlossener Kryptowährungen, die jemals öffentlich bekannt wurden. Die Summe von 395.000 Dollar unterstreicht, wie viel Wert hinter einem verlorenen Passwort schlummern kann. Aber die Methode ist nicht für jeden geeignet: Einen Chip für acht Wochen zu mieten und 3,5 Billionen Versuche durchzuführen, kostet viel Zeit und Geld. Bei kleineren Beträgen wäre der Aufwand nicht lohnenswert. Dennoch zeigt der Fall, dass selbst lange verlorene Wallets nicht unbedingt für immer verschwunden sind – wenn man die richtigen Werkzeuge und ein wenig KI-Hilfe hat.