Blockchain-Netzwerke müssen möglicherweise neue Besitzverifikationssysteme einführen, um Nutzeraktiva zu schützen, falls Quantenangriffe jemals die Privatschlüssel von Wallets kompromittieren, so eine Warnung des Blockchain-Sicherheitsunternehmens Near One. Die diese Woche veröffentlichte Stellungnahme unterstreicht die wachsende Unruhe in der Kryptoindustrie angesichts der zukünftigen Bedrohung, die Quantencomputer für die kryptografischen Grundlagen der meisten Blockchains darstellen.
Die Quantenbedrohung für Wallets
Quantencomputer könnten, sobald sie leistungsstark genug sind, theoretisch die Elliptische-Kurven-Kryptografie brechen, die die meisten Blockchain-Wallets schützt. Ein Angreifer, der einen Privatschlüssel aus einem öffentlichen Schlüssel extrahiert, könnte Gelder entwenden oder Transaktionsverläufe offenlegen – ein Alptraum für die Privatsphäre und die Sicherheit von Vermögenswerten. Near Ones Warnung konzentriert sich auf das Risiko der Offenlegung privater Vermögenswerte im Falle eines erfolgreichen Angriffs, nicht nur auf den Diebstahl.
Near Ones vorgeschlagene Lösung
Das Unternehmen argumentiert, dass die alleinige Abhängigkeit von Privatschlüsseln nicht mehr ausreicht. Blockchains benötigen eine zweite Schicht – ein neues Besitzverifikationssystem, das das Recht eines Nutzers auf ein Vermögen auch dann bestätigen kann, wenn sein Schlüssel kompromittiert wurde. Near One ging nicht auf eine konkrete technische Lösung ein, doch das Konzept deutet auf post-quantum-Signaturen, mehrfaktorielle Besitznachweise oder zustandsbasierte Verifikationsschemata hin, die den Besitz an etwas anderes als ein Schlüsselpaar binden.
Was dies für die Branche bedeutet
Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem viele Blockchain-Projekte erst damit beginnen, quantenresistente Upgrades zu erkunden. Bisher hat noch kein bedeutendes Netzwerk ein vollständiges post-quantum-Signaturenschema implementiert, und die Standards sind noch in der Entwicklung. Near Ones Stellungnahme erinnert daran, dass das Zeitfenster für Vorbereitungen schrumpft – insbesondere für Netzwerke, die große Mengen an privaten Nutzerdaten oder hochwertigen Vermögenswerten speichern. Das Unternehmen nannte keine spezifischen Blockchains oder Börsen, doch die Botschaft ist eindeutig: Beginnt jetzt mit der Planung.
Der nächste konkrete Schritt? Erwarten Sie mehr Diskussionen auf den bevorstehenden Kryptografie- und Blockchain-Konferenzen sowie möglicherweise die ersten Testnetze mit quantenresistenter Verifikation. Bislang beobachtet die Branche und wartet – doch die Zeit läuft.




