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Nigerianischer Senat verabschiedet Krypto-Regulierungsgesetz in zweiter Lesung

Nigerianischer Senat verabschiedet Krypto-Regulierungsgesetz in zweiter Lesung

Der nigerianische Senat ist diese Woche einen Schritt näher an die Schaffung des ersten großen Krypto-Regulierungsrahmens Afrikas gerückt und hat am 9. Juni 2024 einen Gesetzesentwurf für digitale Vermögenswerte in zweiter Lesung verabschiedet. Das Gesetz – die erste umfassende rechtliche Struktur des Landes für Kryptowährungen – geht nun für vier Wochen in die Ausschussprüfung, bevor die endgültige Abstimmung erfolgt. Wenn es diese Phase übersteht, wird sich Nigeria einer kleinen Gruppe von Nationen mit einem formellen Gesetz zur Regulierung digitaler Vermögenswerte anschließen.

Der Weg des Gesetzes durch das Parlament

Die zweite Lesung ist der Punkt, an dem die Abgeordneten über die allgemeinen Grundsätze eines Gesetzes debattieren. Dies geschah am Montag, und der Gesetzesentwurf überstand die Debatte ohne größeren Widerstand. Senatspräsident Godswill Akpabio – der Vorsitzende – überwies ihn an den zuständigen Ausschuss für eine eingehende Prüfung, die voraussichtlich vier Wochen dauern wird. Der Ausschuss wird die Details prüfen, Interessengruppen anhören und dem Plenum für eine dritte Lesung und endgültige Abstimmung Bericht erstatten.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Nigeria verzeichnet einen Anstieg des Peer-to-Peer-Krypto-Handels und eine wachsende Nachfrage nach Stablecoins, da die Volatilität des Naira die Bürger zu digitalen Alternativen treibt. Im Jahr 2021 ordnete die nigerianische Zentralbank an, dass Banken Konten schließen müssen, die mit Krypto-Transaktionen verbunden sind. Ein gesetzlicher Rahmen würde dieses Flickwerk aus Verboten durch klare, rechtliche Regeln ersetzen.

Was das Gesetz bisher abdeckt

Details des Entwurfs sind noch rar, da die Ausschussprüfung noch nicht begonnen hat. Das Gesetz wird jedoch als umfassender rechtlicher Rahmen für digitale Vermögenswerte beschrieben. Das bedeutet wahrscheinlich, dass es definiert, was als Krypto-Asset gilt, Lizenzanforderungen für Börsen festlegt, Steuerregeln umreißt und Verbraucherschutzbestimmungen einführt. Es könnte auch klären, ob die Zentralbank Kryptowährungen als gesetzliches Zahlungsmittel oder lediglich als reguliertes Finanzprodukt behandeln wird.

Vorerst ist der unvollendete Zustand an sich schon eine Nachricht. Ein Gesetzesentwurf, der seine zweite Lesung besteht, hat die größte frühe Hürde überstanden – eine direkte Abstimmung gegen seinen Kern. Die Ausschussphase ist der Punkt, an dem Gesetze oft sterben oder ausgehöhlt werden, aber eine Bearbeitungszeit von vier Wochen deutet darauf hin, dass die Abgeordneten die Dynamik aufrechterhalten wollen.

Nigeria ist die größte Volkswirtschaft Afrikas und einer der weltweit führenden Anwender von Kryptowährungen. Ein klares Gesetz hier würde einen Präzedenzfall für andere afrikanische Länder schaffen, die noch darüber debattieren, ob sie regulieren oder verbieten sollen. Es könnte Nigeria auch für internationale Börsen attraktiver machen, die aufgrund der derzeitigen regulatorischen Unsicherheit zurückhaltend waren.

Die vierwöchige Uhr tickt. Der Ausschuss wird voraussichtlich öffentliche Stellungnahmen einholen und mit Branchenvertretern zusammentreffen, bevor er einen überarbeiteten Gesetzesentwurf vorlegt. Wenn alles nach Plan verläuft, könnte der gesamte Senat Mitte Juli 2024 über den endgültigen Text abstimmen.