Stablecoin-gestützte Kartenzahlungen sind im Jahresvergleich um 230 % gestiegen und haben ein monatliches Transaktionsvolumen von 7,8 Milliarden Dollar erreicht. Dieses Wachstum hat Mastercard und Block dazu veranlasst, ihre an Fiat-Währungen gekoppelten Stablecoin-Dienste auszuweiten – als Reaktion auf die ihrer Ansicht nach steigende Nachfrage von Unternehmen und Verbrauchern.
Der Anstieg der Stablecoin-Zahlungen
Der Sprung von 230 % ist kein einmaliger Ausschlag. Die monatlichen Volumina sind stetig gestiegen, da immer mehr Händler und Zahlungsplattformen Dollar-gebundene Token wie USDC und USDT integrieren. Die 7,8 Milliarden Dollar umfassen Einkäufe an der Kasse, in Online-Shops und bei Dienstleistern – nicht Krypto-zu-Krypto-Geschäfte.
Zahlungsnetzwerke werden aufmerksam. Stablecoins bieten nahezu sofortige Abwicklung und niedrigere Gebühren im Vergleich zu traditionellen Kartenabwicklungssystemen, insbesondere bei grenzüberschreitenden Transaktionen. Der Anstieg deutet darauf hin, dass Nutzer Stablecoins weniger als spekulative Vermögenswerte, sondern mehr als alltägliche Zahlungsmittel betrachten.
Die Ausweitungen von Mastercard und Block
Mastercard hat sein Stablecoin-Abwicklungsprogramm ausgeweitet und ermöglicht es Kartenemittenten, Zahlungen im Backend mit Fiat-gebundenen Token abzuwickeln. Das Unternehmen unterstützt bereits USDC und arbeitet mit Emittenten daran, den Dienst in weiteren Märkten einzuführen.
Block unter der Leitung von Jack Dorsey erweitert ebenfalls seine Stablecoin-Fähigkeiten. Das Zahlungsunternehmen hat die Stablecoin-Abwicklung in sein Händler-Ökosystem integriert, sodass Unternehmen Zahlungen in Dollar-gebundenen Token akzeptieren und abrechnen können. Die Cash App von Block ermöglicht es Nutzern bereits, Stablecoins zu senden und zu empfangen, der neue Vorstoß zielt jedoch direkt auf Händler ab.
Zu den Transaktionsdaten gab es von keinem der beiden Unternehmen eine öffentliche Stellungnahme. Die Ausbaupläne fügen sich jedoch in den breiteren Trend ein: Stablecoins werden zu einer regulären Zahlungsmethode, nicht nur zu einer Krypto-Einstiegsmöglichkeit.
Was die Zahlen bedeuten
Die 7,8 Milliarden Dollar stellen immer noch einen Bruchteil des gesamten Kartenvolumens dar. Allein Visa wickelt jährlich über 3 Billionen Dollar an Transaktionen ab. Aber die Wachstumsrate von 230 % erregt Aufmerksamkeit. Hält das Tempo an, könnten die Stablecoin-Kartenvolumina innerhalb eines Jahres die Marke von 25 Milliarden Dollar monatlich überschreiten.
Sowohl Mastercard als auch Block setzen darauf, dass Stablecoins einen größeren Anteil am E-Commerce und bei Überweisungen erobern werden. Die niedrigen Gebühren und die schnelle Abwicklung verschaffen ihnen einen Vorteil gegenüber traditionellen Kredit- und Debitkartennetzwerken, insbesondere bei internationalen Zahlungen, die Tage dauern und mit 2–3 % Gebühren verbunden sein können.
Die Frage ist nun, wie schnell die Akzeptanz zunimmt. Die Zahlungsinfrastruktur ist bereits vorhanden. Der Anstieg der Volumina deutet darauf hin, dass die Nutzer bereit sind – und die Netzwerke reagieren.




