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Standard Chartered erwartet, dass Ethereum Bitcoin übertrifft, und legt Ziel von 4.000 US-Dollar für Jahresende fest

Standard Chartered erwartet, dass Ethereum Bitcoin übertrifft, und legt Ziel von 4.000 US-Dollar für Jahresende fest

Standard Chartered setzt auf Ethereum. Die neuesten Prognosen der Bank sehen vor, dass das ETH/BTC-Verhältnis bis Ende 2026 von 0,028 auf 0,04 steigen wird – eine Entwicklung, die bedeuten würde, dass Ethereum Bitcoin in den kommenden sieben Monaten um mehr als 40 % übertrifft. Die Prognose beinhaltet konkrete Preisziele: kurzfristig 2.700 US-Dollar, 4.000 US-Dollar bis Jahresende und ein Langzeitziel von 40.000 US-Dollar bis 2030.

Ethereum notiert derzeit unter 1.900 US-Dollar, was einem Rückgang von 62 % seit seinem Höchststand von knapp 5.000 US-Dollar im August 2024 entspricht. Dieser starke Rückgang legt die Messlatte niedrig an, doch die Bank argumentiert, dass sich die Grundlagen verschieben.

Der Staking-Vorteil

Die These von Standard Chartered basiert auf einem strukturellen Vorteil, den Ethereum gegenüber Bitcoin hat: die Rendite. Unternehmen, die Ethereum in ihren Bilanzen halten, können es staken und Cashflow generieren. Bitcoin-Reserven bieten keine solche Möglichkeit. Dieser Unterschied, so die Bank, macht ETH für Unternehmenskassen zu einem attraktiveren Anlageobjekt – besonders wenn Renditen anderswo rar sind.

Der Bericht verweist auf einen spezifischen Katalysator. Strategy – das Unternehmen, das früher als MicroStrategy bekannt war – verkaufte 32 BTC für 2,5 Millionen US-Dollar. Standard Chartered bezeichnet diesen Verkauf als strukturellen Wendepunkt für das ETH/BTC-Verhältnis. Am Tag der Ankündigung verzeichnete ETH eine der stärksten Tagesrenditen gegenüber BTC. Die Bank weist darauf hin, dass eine solche Entwicklung seit 2024 erst 23 Mal vorgekommen ist.

Risiken auf dem Tisch

Die Prognose ist jedoch nicht bedingungslos. Ein breites Risk-off-Szenario könnte Ethereum unter 1.600 US-Dollar drücken, warnt die Bank, und würde eine Erholung des ETH/BTC-Verhältnisses erst weit in das Jahr 2026 hinein verschieben. Dies ist kein unbegründetes Risiko. Die makroökonomische Umgebung bleibt unsicher, und Krypto hat bereits gezeigt, dass es bei schwindendem Risikoappetit stark fallen kann.

Dennoch deutet das Jahresendziel der Bank von 4.000 US-Dollar auf eine Verdopplung des aktuellen Niveaus hin. Ob dies eintritt, hängt davon ab, ob sich das Verhältnis wie prognostiziert entwickelt und Ethereum einen weiteren makrogetriebenen Abwärtsschub vermeidet.

Der nächste konkrete Test steht an, wenn Strategy seine nächsten quartalsbezogenen Bestände veröffentlicht. Sollte das Unternehmen seine Bitcoin-Position weiter reduzieren, könnte dies die Narrative stärken. Andernfalls verliert die Prognose zum Verhältnis einen wesentlichen Pfeiler.