Der US-Senat hat den Clarity Act, ein zentrales Krypto-Gesetz, zurückgestellt, um Platz für ein Russland-Sanktionsgesetz und eine Reihe von Trump-Nominierungen zu schaffen. Senatsführer John Thune priorisiert diese Punkte, sodass eine Abstimmung über das Krypto-Gesetz voraussichtlich erst nächste Woche möglich ist. Damit bleiben nur noch wenige Tage bis zur Sommerpause am 8. August.
Vollgepackter Senatskalender
Thunes Entscheidung spiegelt einen überfüllten Sitzungsplan wider. Das Russland-Sanktionsgesetz ist ein überparteiliches Anliegen, und mehrere Trump-Nominierungen stehen zur Bestätigung an. Beides bindet Zeit, die für den Clarity Act hätte genutzt werden können. Der Schritt kommt nicht überraschend – der Senat hat eine lange To-do-Liste –, aber er ist ein Rückschlag für Krypto-Befürworter, die seit Langem auf regulatorische Klarheit drängen.
Enges Zeitfenster vor der Sommerpause
Mit der bevorstehenden Sommerpause am 8. August schrumpft das Zeitfenster für eine Abstimmung rapide. Wenn das Gesetz diese Woche nicht auf die Tagesordnung kommt, ist eine Verabschiedung vor dem Auszug der Abgeordneten unwahrscheinlich. Das könnte die Entscheidung auf September verschieben, wenn der Kalender durch Haushaltsstreitigkeiten und andere zwingende Vorhaben noch voller wird. Der Zeitpunkt ist ungünstig für eine Branche, die seit Jahren auf klare Regeln wartet.
Was der Clarity Act erreichen soll
Das Gesetz soll digitale Vermögenswerte in einen klareren Regulierungsrahmen einbetten – genau das, was Börsen, Emittenten und Anleger seit Langem fordern. Befürworter sagen, es würde die Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC abgrenzen und Token-Projekten verbindliche Regeln geben. Ohne dieses Gesetz bleibt die Branche in einer rechtlichen Grauzone, die zu Durchsetzungsmaßnahmen und Unsicherheit geführt hat.
Die Verzögerung bedeutet nicht das Aus für das Gesetz, aber sie stellt seine Dynamik auf die Probe. Thunes Büro hat nicht mitgeteilt, wann der Senat sich wieder damit befassen wird. Vorerst beobachten Krypto-Lobbyisten die Uhr – und hoffen, dass die Sommerpause nicht zu einer dauerhaften Pause wird.




