Laut Polymarket liegt der ehemalige israelische Militärchef Gadi Eizenkot mit 51% im Rennen um das Amt des nächsten Premierministers vorn, wobei das Gesamtvolumen des Prognosemarktes 28,9 Millionen US-Dollar erreicht hat. Der Anstieg der Wetten erfolgt, während New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani erklärte, die Stadt könne einen Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) gegen Benjamin Netanyahu nicht vollstrecken, und die Bundesregierung aufforderte, vor der UN-Generalversammlung im September zu handeln.
Prognosemarkt deutet auf Eizenkot hin
Die dezentrale Wettplattform zeigt Eizenkot als klaren Spitzenreiter, obwohl der Markt mehrere Kandidaten umfasst. Die 28,9 Millionen US-Dollar an Einsätzen spiegeln die wachsende Unsicherheit über Netanyahus politische Zukunft wider. Kein anderer Kandidat hat die 20%-Marke überschritten. Die Verschiebung der Quoten folgt auf Monate innerer Unruhen in Israel, darunter Proteste gegen die Justizreform und den anhaltenden Krieg in Gaza.
Mamdanis Haltung zum IStGH-Haftbefehl
Bürgermeister Mamdani machte deutlich, dass New York City nicht die rechtliche Befugnis habe, einen IStGH-Haftbefehl gegen Netanyahu zu vollstrecken. Der IStGH hatte den Haftbefehl im Mai erlassen und Netanyahu sowie Hamas-Führern Kriegsverbrechen vorgeworfen. Mamdanis Erklärung blockiert faktisch jeden lokalen Versuch, den israelischen Führer bei einem Besuch in der Stadt festzunehmen. Der Bürgermeister äußerte sich nicht dazu, ob er den Haftbefehl selbst unterstützt oder ablehnt, sondern nur, dass der Stadt die Hände gebunden seien.
Bundesregierung vor UN-Treffen zum Handeln aufgefordert
Mamdani forderte die US-Regierung auf, vor der UN-Generalversammlung im September eine Position zu beziehen. Es wird erwartet, dass die Versammlung über die Maßnahmen des IStGH und den weiteren israelisch-palästinensischen Konflikt debattiert. Ohne eine bundesstaatliche Richtlinie, so Mamdani, könnten Städte wie New York in diplomatische und rechtliche Verwirrung geraten. Das Büro des Bürgermeisters präzisierte nicht, welche Art von Bundesmaßnahmen er wünscht – nur, dass sie vor der September-Versammlung erfolgen sollten.
Die Kombination aus Eizenkots steigenden Quoten und Mamdanis Weigerung, den Haftbefehl zu vollstrecken, schafft einen volatilen Hintergrund für Netanyahu. Er hat nicht bekannt gegeben, ob er an der UN-Versammlung teilnehmen wird. Falls doch, bleibt die Frage der Festnahme auf städtischer Ebene ungelöst, und die Bundesregierung hat noch nicht auf Mamdanis Forderung reagiert.




