Bürgermeister von New York City, Zohran Mamdani, hat am Donnerstag die Kommission für Regierungseffizienz vorgestellt – ein 15-köpfiges Gremium, das zehn öffentliche Anhörungen in allen fünf Stadtbezirken abhalten und Satzungsänderungen für die Wahl im November 2026 vorschlagen wird. Das neue Gremium ist ausdrücklich als bewusste Alternative zur bundesweiten DOGE-Initiative konzipiert, die im November 2025 unter Elon Musk und Donald Trump gescheitert war.
Wer in der Kommission sitzt
Der frühere US-Botschafter in Südafrika, Patrick Gaspard, wird den Vorsitz der Kommission übernehmen. Auch Gewerkschaftsführer wie Henry Garrido von District Council 37 sind im Gremium vertreten. Mamdani ersetzte ein zuvor von Ex-Bürgermeister Eric Adams übernommenes Überprüfungsgremium für die Satzung und führte stattdessen die COGE ein.
Wie sich COGE von DOGE unterscheidet
Anders als die bundesweite DOGE – die auf aggressive Personalreduzierungen und Vertragskündigungen setzte – konzentriert sich COGE auf von den Wählern genehmigte Satzungsänderungen in den Bereichen Wohnungsgenehmigungen, Beschaffung und Dienstleistungserbringung. Der Bürgermeister betonte, dass etwaige Einsparungen nicht durch Kürzungen bei Dienstleistungen erzielt werden. Der Aufgabenbereich der Kommission ist enger gefasst und durchdachter, mit dem Ziel, die Effizienz zu verbessern, ohne öffentliche Programme zu beschneiden.
Bezos äußert sich
Amazon-Gründer Jeff Bezos befürwortete die Kommission und schlug vor, dass etwaige Einsparungen eine Steuersenkung für Geringverdiener finanzieren könnten. Seine Unterstützung spiegelt einen Nullsteuer-Vorschlag für niedrige Einkommen wider, den Bezos kürzlich beworben hat. Die Zustimmung einer bedeutenden Wirtschaftsgröße verleiht COGE eine gewisse sektorübergreifende Glaubwürdigkeit, wirft jedoch auch Fragen auf, wie aggressiv die Kommission Kürzungen vornehmen wird.
Skepsis von Kritikern
Nicht alle sind überzeugt. Kritiker bezweifeln, ob eine Kommission mit starkem gewerkschaftlichem Einfluss angesichts der fortschrittlichen politischen Agenda Mamdanis tatsächlich Einsparungen erzielen kann. Mit Führungspersönlichkeiten wie Garrido am Tisch fragen sich manche Beobachter, ob die Kommission genügend Einsparungspotenzial finden wird, ohne beliebte Programme anzutasten. Das Versprechen des Bürgermeisters, keine Dienstleistungskürzungen vorzunehmen, verstärkt diese Skepsis nur.
Die erste öffentliche Sitzung ist für den 4. Juni angesetzt, die Anhörungen in den Stadtbezirken beginnen am 9. Juni – sechs Monate nach Mamdanis Bürgermeisterwahlsieg. Alle Augen werden darauf gerichtet sein, ob COGE Satzungsänderungen vorlegen kann, die sowohl die Effizienz verbessern als auch bei den Wählern im November bestehen.




