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US-Aktien und Staatsanleihen legen zu, da Iran-Waffenstillstand Ölpreise sinken lässt

US-Aktien und Staatsanleihen legen zu, da Iran-Waffenstillstand Ölpreise sinken lässt

US-Aktien und Staatsanleihen legten am Montag zu, nachdem sich die USA und der Iran auf einen Waffenstillstand geeinigt hatten, der die Ölpreise nach unten zog und die Angst vor einem größeren Konflikt minderte. Der S&P 500 stieg um 1,2 %, während die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe um 8 Basispunkte auf 4,12 % fiel, was eine Verschiebung hin zu sichereren Anlagen widerspiegelt.

Waffenstillstand senkt geopolitisches Risiko

Der am Sonntag von Vermittlern im Oman angekündigte Waffenstillstand beendet monatelange eskalierende Spannungen im Persischen Golf. Anleger hatten sich auf mögliche Störungen der Öllieferungen durch die Straße von Hormus eingestellt. Da diese Bedrohung nun vom Tisch ist, fielen die Rohölpreise um 4 % auf 72 Dollar pro Barrel.

Ölpreisrückgang mildert Inflationssorgen

Niedrigere Ölpreise sind ein willkommenes Zeichen für die Zentralbanker. Die Federal Reserve beobachtet die Energiekosten genau, während sie abwägt, wann sie die Zinssätze senken soll. Ein anhaltender Rückgang des Rohöls könnte dazu beitragen, die Gesamtinflation näher an das 2-Prozent-Ziel der Fed zu bringen und den politischen Entscheidungsträgern mehr Spielraum für Lockerungen zu geben.

Vertrauen kehrt an die Märkte zurück

Der Waffenstillstand stärkte auch die Anlegerstimmung insgesamt. Der Dow Jones Industrial Average legte um 350 Punkte zu, und der Nasdaq stieg um 1,5 %. Die Handelsvolumina lagen über dem Durchschnitt, da nach Wochen der Vorsicht wieder Geld in Aktien floss. Die Anleihekurse stiegen, was die Renditen nach unten drückte, da die Händler eine niedrigere Risikoprämie einpreisten.

Die Rally war breit angelegt. Energieaktien fielen aufgrund des Ölpreisrückgangs, aber Gewinne in den Sektoren Technologie, Finanzen und zyklische Konsumgüter glichen die Verluste mehr als aus. Der VIX, oft als Wall-Street-Angstbarometer bezeichnet, fiel von 19 letzte Woche auf 15.

Analysten sagten, der Waffenstillstand beseitige eine große Belastung, die Portfolios in Richtung Bargeld und defensive Positionen gelenkt hatte. Der nächste Fokus wird darauf liegen, ob die Waffenruhe hält und was sie für die globalen Lieferketten bedeutet.