Mark Cuban schlug diese Woche eine Bundessteuer auf künstliche Intelligenz vor, unter Berufung auf den kürzlichen regulatorischen Schwenk der Kryptowährungsbranche hin zur Unterstützung staatlicher Regulierung als Begründung. Der Milliardär-Investor und Shark-Tank-Star erklärte, die gleiche Logik, die Krypto-Unternehmen dazu veranlasst habe, Aufsicht zu akzeptieren, sollte auch auf die KI angewendet werden. Er argumentierte, eine Steuer könne Sicherheitsmaßnahmen finanzieren und verhindern, dass sich das frühere regulatorische Chaos der Branche wiederholt.
Warum Cuban Krypto und KI miteinander verbindet
Cuban veröffentlichte keinen vollständigen Plan, machte die Verbindung aber in seinen dieswöchigen Kommentaren deutlich. Er stellte fest, dass die Kryptowährungsbranche Jahre damit verbracht habe, Regulierungsbehörden zu bekämpfen, um dann den Kurs zu ändern und klare Regeln zu befürworten, um Legitimität zu gewinnen und institutionelles Kapital anzuziehen. Dieser Schwenk zeige, so Cuban, dass sich Branchen von Widerstand hin zu Kooperation entwickeln können – und dass die KI diesem Weg nun folgen sollte, bevor es zu einer Krise kommt.
Der regulatorische Schwenk der Kryptowährungsbranche
In den letzten Jahren haben große Krypto-Börsen und Projekte zunehmend ein bundesweites Rahmenwerk sowohl in den USA als auch im Ausland gefordert. Cuban sieht darin den Beweis, dass eine Branche Steuern und Aufsicht freiwillig akzeptieren kann, wenn es um Überleben und Wachstum geht. Er nannte kein konkretes Unternehmen, aber der allgemeine Trend ist gut dokumentiert: Viele in der Kryptobranche sagen mittlerweile, dass sie klare Regeln dem derzeitigen Flickenteppich an Vollzugsmaßnahmen vorziehen.
Wie die KI-Steuer aussehen könnte
Cuban hat die Höhe oder den Umfang seiner vorgeschlagenen Steuer nicht detailliert. Seine dieswöchigen Äußerungen konzentrierten sich auf die Begründung anstelle der praktischen Umsetzung. Er schlug vor, die Einnahmen könnten zur Förderung der KI-Sicherheitsforschung, zur Umschulung der Arbeitskräfte oder für andere öffentliche Güter genutzt werden. Ohne einen Gesetzentwurf oder gar ein White Paper bleibt der Vorschlag ein konzeptioneller Vorschlag – aber einer, der zwei der am heftigsten diskutierten Technologiebranchen miteinander verbindet.
Bisherige Reaktionen
Es gab bisher keine offizielle Reaktion von Gesetzgebern oder Aufsichtsbehörden. Der Zeitpunkt ist nicht ideal: Der Kongress ringt noch mit umfassender Kryptolegislation, und die KI-Governance ist ein noch neueres Schlachtfeld. Cubans Idee fügt dieser Debatte eine neue Dimension hinzu, doch es ist unklar, ob sie Anklang finden oder lediglich ein Diskussionspunkt bleiben wird. Der Vorschlag ist vorerst in der Diskussion – und zwingt sowohl die Krypto- als auch die KI-Welt dazu, zu überlegen, was sie bereit sind zu akzeptieren.



