Eine Investmentgruppe aus den VAE und ein US-amerikanisches Blockchain-Unternehmen, das vom Tech-Milliardär Eric Schmidt unterstützt wird, schließen sich zusammen, um eine öffentliche Börse zu schaffen, an der Menschen physische Vermögenswerte als digitale Bruchteilstoken handeln können. Das Joint Venture zwischen der ASK Group aus Abu Dhabi und dem in New York ansässigen Unternehmen Keeta wird sich zunächst auf Rohstoffe wie Öl, Gold und Kupfer konzentrieren, teilten die Firmen am Donnerstag mit.
Wer steckt dahinter
Keeta ist ein Blockchain-Infrastrukturunternehmen, zu dessen Investoren der ehemalige Google-CEO Eric Schmidt zählt. Die ASK Group ist eine diversifizierte Investmentgruppe mit Hauptsitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Beteiligungen in den Bereichen Immobilien, Energie und Finanzen. Die Partnerschaft vereint Keetas Tokenisierungstechnologie mit dem Zugang der ASK Group zu physischen Rohstofflieferketten.
Was sie aufbauen
Die geplante Börse wird es Nutzern ermöglichen, digitale Bruchteilstoken zu kaufen und zu verkaufen, die Eigentum an bestimmten Barrel Öl, Goldbarren oder Tonnen Kupfer repräsentieren. Die Token sollen auf einem regulierten öffentlichen Markt handelbar sein, nicht nur in privaten Geschäften. Die Unternehmen geben an, dass die Plattform die Verwahrung und Prüfung der zugrunde liegenden physischen Vermögenswerte übernehmen wird.
Die Tokenisierung von Rohstoffen ist nicht neu, aber eine spezielle Börse für den fraktionierten Handel mit physischen Barrel und Metallen hat noch wenige Vorbilder. Das Modell könnte die Hürden für kleinere Anleger senken, die sich ein ganzes Barrel Rohöl oder einen Goldbarren nicht leisten können, und gleichzeitig Rohstoffproduzenten eine neue Möglichkeit zur Liquiditätsbeschaffung bieten. Weder die ASK Group noch Keeta haben mitgeteilt, mit welcher Regulierungsbehörde sie zusammenarbeiten wollen oder wann die Börse in Betrieb gehen wird.
Der Rohstoff-Aspekt
Öl, Gold und Kupfer gehören zu den am aktivsten gehandelten physischen Rohstoffen weltweit und haben etablierte Preisbenchmarks. Die Partnerschaft muss digitale Token an diese Benchmarks koppeln und sicherstellen, dass Inhaber Token gegen den zugrunde liegenden physischen Vermögenswert einlösen können – was in der Regel einen Lager- und Logistikpartner erfordert. Die Unternehmen haben bisher keine derartigen Vereinbarungen offengelegt.
Derzeit befindet sich das Vorhaben noch im Ankündigungsstadium. Die nächsten konkreten Schritte – die Erlangung einer Regulierungszulassung, die Auswahl eines Verwahrers und die Festlegung eines Starttermins – wurden noch nicht dargelegt. Beide Firmen erklären, dass sie in den kommenden Monaten weitere Details bekannt geben werden.




