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CFTC unternimmt Schritte zur Legalisierung von Sportprognosemärkten und verschärft Regeln für Wahlkontrakte

CFTC unternimmt Schritte zur Legalisierung von Sportprognosemärkten und verschärft Regeln für Wahlkontrakte

Die Commodity Futures Trading Commission hat am Mittwoch einen großen Schritt unternommen, um Menschen zu erlauben, legal auf Sportergebnisse durch regulierte Märkte zu wetten. Gleichzeitig schlug die Behörde neue Leitplanken für wahlbezogene Kontrakte vor, um eine klare Grenze zwischen zulässiger Absicherung und reinem Glücksspiel zu ziehen. Eine 90-tägige öffentliche Kommentierungsfrist ist nun eröffnet.

Was der Vorschlag umfasst

Die zweigeteilte Regelung der CFTC würde formal Derivate auf Sportergebnisse – denken Sie an Futures oder Optionen darauf, ob ein Team eine Meisterschaft gewinnt – den Handel an designierten Kontraktmärkten erlauben. Derzeit unterliegen die meisten Sportwetten in den USA dem Landesrecht und werden von Casinos und Online-Anbietern betrieben. Mit diesem Schritt würden Prognosemärkte unter die bundesstaatliche Aufsicht über Rohstoffe gestellt und erhielten die gleiche rechtliche Grundlage wie landwirtschaftliche oder Energie-Derivate.

Getrennt davon zielt der Vorschlag darauf ab, die Tür für Wahlkontrakte zu schließen, die die CFTC seit langem als dem öffentlichen Interesse zuwiderlaufend ansieht. In den letzten Jahren haben Plattformen wie PredictIt und Kalshi Kontrakte auf Kongresswahlen und Präsidentschaftswahlen angeboten, was die Aufmerksamkeit der Regulierungsbehörden auf sich zog. Die neue Regel würde solche Kontrakte ausdrücklich verbieten, es sei denn, sie erfüllen enge Ausnahmen – zum Beispiel eine Absicherung durch ein Medienunternehmen, dessen Werbeeinnahmen vom Sieg eines Kandidaten abhängen.

Die Begründung für die Änderung

Beamte der CFTC sagen, dass der Vorstoß zu Sportprognosen auf die wachsende Nachfrage von Börsen und Händlern reagiert. Ohne bundesstaatliche Klarheit haben einige Handelsplätze in einer Grauzone operiert und riskierten Durchsetzungsmaßnahmen. Durch die Festlegung klarer Kriterien hofft die Kommission, Innovation zu fördern und gleichzeitig die Marktintegrität zu wahren.

Wahlkontrakte werfen hingegen Bedenken hinsichtlich Manipulation und des Eindrucks auf, dass Geld auf demokratische Ergebnisse gesetzt wird. Die CFTC hatte Kalshi bereits zuvor daran gehindert, Wahlkontrakte zu listen, und die neue Regel würde diese Position kodifizieren. „Diese Kontrakte untergraben die Integrität unserer Wahlen“, erklärte die Kommission in dem Vorschlag.

Die Reaktion der Branche ist gemischt

Befürworter von Prognosemärkten haben lange argumentiert, dass diese Kontrakte wertvolle Prognosedaten liefern und es Menschen ermöglichen, politische Risiken abzusichern. Kritiker entgegnen, dass sie Wahlen kommodifizieren und böswillige Akteure anziehen könnten. Das 90-tägige Kommentierungsfenster gibt beiden Seiten die Möglichkeit, die endgültige Regel mitzugestalten.

Sportwettenunternehmen und Derivatebörsen werden sich voraussichtlich äußern, da der Vorschlag eine neue Anlageklasse schaffen könnte. Die CFTC hat jedoch gewarnt, dass sie nicht jeden Kontrakt genehmigen werde – jeder Markt muss nachweisen, dass er nicht leicht manipulierbar ist und dass das zugrunde liegende Ereignis ein klares, überprüfbares Ergebnis hat.

Was als Nächstes passiert

Die Kommission wird in den nächsten drei Monaten öffentliche Kommentare entgegennehmen. Danach wird sie das Feedback prüfen und eine endgültige Regel erlassen, was Monate oder sogar länger dauern könnte. Änderungen am Verbot von Wahlkontrakten würden eine separate Regelgebung erfordern. Der Status quo auf PredictIt und ähnlichen Websites bleibt vorerst ungewiss – die CFTC hat bereits signalisiert, dass sie weiterhin Durchsetzungsmaßnahmen gegen nicht registrierte Wahlmärkte ergreifen wird.