Der Vorsitzende der US-Notenbank (Fed), Kevin Warsh, erklärte, dass die Inflation weiterhin ein anhaltendes Problem darstellt, während die marktbasierte Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung auf der Juli-Sitzung der Zentralbank bei rund 16 % liegt. Die Warnung erfolgt vor dem Hintergrund schwankender Erwartungen an den nächsten geldpolitischen Schritt, wobei Händler eine geringe, aber nicht vernachlässigbare Chance auf eine straffere Geldpolitik in diesem Sommer einpreisen.
Warshs Inflationswarnung
In einer öffentlichen Stellungnahme betonte Warsh, dass der Inflationsdruck noch nicht nachgelassen habe und die Fed weiterhin wachsam sei. Seine Äußerungen signalisieren, dass die Zentralbank trotz der aktuell niedrigen Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bereit ist, bei Bedarf zu handeln. Warsh machte keine konkreten Angaben zum Zeitplan möglicher Zinsänderungen, stellte jedoch klar, dass der Kampf gegen die Inflation noch nicht vorbei sei.
Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli schwankt
Die Marktwahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Juli bewegt sich seit einigen Wochen. Derzeit liegt sie bei 16 %, was bedeutet, dass Händler von einer etwa eins zu sechs Chance ausgehen, dass die Fed auf ihrer nächsten Sitzung die Zinsen anhebt. Diese Zahl schwankte in den letzten Wochen je nach neuen Wirtschaftsdaten und Kommentaren aus der Fed und spiegelt die Unsicherheit über den weiteren Kurs der Geldpolitik wider.
Die Wahrscheinlichkeit von 16 % ist zwar relativ gering, aber nicht null. Die Anleger beobachten aufmerksam, ob sich die Inflationsdaten weiter abschwächen oder ob neue Preissignale die Erwartungen einer Zinserhöhung wieder ansteigen lassen. Die nächste geldpolitische Entscheidung der Fed ist für Ende Juli angesetzt.
Was als Nächstes zu erwarten ist
Alle Augen sind nun auf die nächsten Inflationsdaten und die eigenen Wirtschaftsprognosen der Fed gerichtet. Sollten die Preissteigerungen wieder anziehen, könnte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli steigen. Vorerst dient Warshs Warnung als Erinnerung daran, dass die Zentralbank bereit ist, bei Bedarf zu handeln.



