Die US-Aktien stabilisierten sich am Dienstag, nachdem ein Rückgang der Ölpreise durch erneuten Optimismus über Friedensverhandlungen ausgelöst wurde. Der Dow Jones Industrial Average und der S&P 500 legten beide leicht zu, während der Nasdaq Composite moderate Gewinne verzeichnete. Die Bewegung erfolgte, als die Rohöl-Futures um mehr als 2% fielen und sich von den jüngsten Höchstständen zurückzogen.
Öl fällt aufgrund von Friedenshoffnungen
Die Rohöl-Benchmarkpreise rutschten ab, nachdem Berichte aufkamen, dass diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Konflikts in Osteuropa an Fahrt gewinnen. Händler wetten darauf, dass ein möglicher Waffenstillstand Angebotsunterbrechungen lindern und mehr russisches Öl auf die globalen Märkte bringen könnte. Der Rückgang der Ölpreise half, Inflationsängste zu beruhigen und gab den Aktien Auftrieb.
Brent-Rohöl, der internationale Benchmark, fiel auf rund 82 Dollar pro Barrel, während West Texas Intermediate bei etwa 78 Dollar notierte. Der Rückgang beendete eine dreitägige Gewinnserie für Öl, das zuvor aufgrund von Angebotssorgen gestiegen war.
Prognosemärkte sehen begrenzte Chance auf neue Höchststände
Trotz des Rückgangs sehen Prognosemärkte immer noch eine kleine, aber reale Chance, dass Öl in diesem Jahr ein neues Allzeithoch erreichen könnte. Die Wahrscheinlichkeit, dass Rohöl bis zum 30. September einen Rekord erreicht, liegt bei 7%. Diese Zahl steigt bis Ende Dezember auf 14,5%.
Die Quoten spiegeln die anhaltende Unsicherheit über das Tempo der Friedensgespräche und das Potenzial für erneute Angebotsschocks wider. Analysten warnen, dass ein Scheitern der Verhandlungen den aktuellen Preisrückgang schnell umkehren könnte.
Vorerst beobachten die Anleger die nächste Gesprächsrunde, die für später in dieser Woche geplant ist. Eine konkrete Einigung könnte die Ölpreise weiter drücken, während eine Pattsituation die Preise wahrscheinlich wieder nach oben treiben würde.




