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Sam Bankman-Fried strebt neuen Prozess an und behauptet, der FTX-Zusammenbruch sei nicht kriminell

Sam Bankman-Fried strebt neuen Prozess an und behauptet, der FTX-Zusammenbruch sei nicht kriminell

Sam Bankman-Fried, der in Ungnade gefallene Gründer und ehemalige CEO der Kryptowährungsbörse FTX, unternimmt einen kühnen Schritt, um seine Verurteilung aufzuheben. Bankman-Fried beantragt einen neuen Prozess und argumentiert, dass neue Zeugenaussagen die Argumentation der Staatsanwaltschaft in Frage stellen und möglicherweise den Ausgang seines aufsehenerregenden Betrugsprozesses verändern könnten. Diese jüngste Entwicklung in der laufenden Saga wurde Pro se eingereicht, was bedeutet, dass Bankman-Fried sich in dieser Angelegenheit selbst vertritt.

SBF reicht Antrag auf neuen Prozess ein

Der Antrag, offiziell datiert vom 5. Februar 2026, wurde erst vor wenigen Tagen, am 10. Februar 2026, in das Bundesgerichtsdossier von Manhattan aufgenommen. Während Bankman-Fried bereits eine Berufung gegen seine Verurteilung anstrebt, stellt dieser Antrag einen separaten und zusätzlichen Versuch dar, das Verfahren wiederzueröffnen und das ursprüngliche Urteil des Gerichts anzufechten. Wird dieser neue Ansatz Erfolg haben, wo andere gescheitert sind?

Die Narrative in Frage stellen: War FTX solvent?

Bankman-Frieds Antrag stützt sich auf die Behauptung, dass der dramatische Zusammenbruch von FTX nicht das Ergebnis krimineller Aktivitäten war, sondern die Folge rechtlicher und finanzieller Manöver. In einer direkten Herausforderung der Darstellung der Staatsanwaltschaft behauptet er, dass FTX zum Zeitpunkt seines Zusammenbruchs nicht tatsächlich zahlungsunfähig war und dass er den Insolvenzantrag, der letztendlich das Schicksal der Börse besiegelte, nicht genehmigt hat. Dieses Argument widerspricht den Beweisen, die während seines Prozesses vorgelegt wurden und die ein Bild von rücksichtslosem Ausgabenverhalten und betrügerischen Aktivitäten zeichneten.

Eine Verurteilung und eine lange Haftstrafe

Im November 2025 wurde Sam Bankman-Fried in sieben Anklagepunkten schuldig befunden, darunter Betrug, Verschwörung und Geldwäsche. Die Verurteilung führte zu einer Haftstrafe von 25 Jahren in einem Bundesgefängnis, ein herber Fall für die einst gefeierte Figur in der Welt der Kryptowährungen. Zusätzlich zu der Gefängnisstrafe wurde Bankman-Fried dazu verurteilt, etwa 11 Milliarden Dollar einzuziehen, was die riesigen Summen Geldes darstellt, deren Veruntreuung ihm vorgeworfen wurde.

Bedenken hinsichtlich des ordnungsgemäßen Verfahrens werden laut

Zentral für Bankman-Frieds Argument für einen neuen Prozess ist die Behauptung, dass sein ursprünglicher Prozess sein Recht auf ein ordnungsgemäßes Verfahren verletzt habe. Während die Einzelheiten dieser Behauptung in den öffentlich zugänglichen Dokumenten noch nicht vollständig dargelegt sind, deutet dies darauf hin, dass Bankman-Fried glaubt, dass während des Prozesses Fehler gemacht wurden, die die Jury gegen ihn voreingenommen haben. Könnten diese angeblichen Verstöße ausreichen, um einen Richter davon zu überzeugen, einen neuen Prozess zu gewähren?

Der Weg nach vorn für SBF

Der Antrag auf einen neuen Prozess fügt der ohnehin schon komplizierten juristischen Saga um Sam Bankman-Fried und den Zusammenbruch von FTX eine weitere Ebene hinzu. Während der Antrag seine laufende Berufung nicht ersetzt, demonstriert er seine anhaltende Entschlossenheit, die Anklage gegen ihn zu bekämpfen. Das Gericht muss nun die Stichhaltigkeit von Bankman-Frieds Argumenten prüfen und entscheiden, ob die angebliche neue Zeugenaussage einen neuen Prozess rechtfertigt. Der Ausgang dieses Antrags könnte erhebliche Auswirkungen auf Bankman-Frieds Zukunft und die laufenden Bemühungen zur Rückgewinnung von Geldern für die Opfer von FTX haben. Der Antrag unterstreicht die anhaltenden Rechtsstreitigkeiten im Anschluss an die Implosion der Börse und fügt der Geschichte von Sam Bankman-Fried ein weiteres Kapitel hinzu, der weiterhin behauptet, dass der Zusammenbruch von FTX kein kriminelles Unterfangen war.