Die südafrikanische Zentralbank hat die unmittelbaren Pläne für einen digitalen Rand trotz erfolgreicher technischer Tests gestoppt. Beamte sagen, es bestehe keine dringende Notwendigkeit, die Kryptowährung jetzt einzuführen. Stattdessen wird die South African Reserve Bank ihre Ressourcen auf ihr Echtzeit-Zahlungssystem Payshap konzentrieren.
Verzögerung des digitalen Rand bestätigt
Die SARB hat den Zeitplan für die Einführung des digitalen Rand offiziell ausgesetzt. Dies geschieht nach monatelangen Tests, die gezeigt haben, dass das Projekt technisch funktioniert. Ein SARB-Beamter betonte, es gebe keinen zwingenden Grund, die Einführung zu überstürzen. Die Bank sieht keine unmittelbare Krise, die eine digitale Zentralbankwährung erfordert.
Payshap rückt in den Mittelpunkt
Echtzeitzahlungen werden auf absehbare Zeit Vorrang vor dem digitalen Rand haben. SARB-Beamter Cassim lenkt die Bemühungen auf die Verbesserung der Fähigkeiten von Payshap. Die Bank ist der Ansicht, dass die Verbesserung der bestehenden Infrastruktur schneller Vorteile bringt als die Einführung einer neuen Währung. Payshap wickelt bereits sofortige Überweisungen zwischen großen südafrikanischen Banken ab.
Datenschutz versus Geschwindigkeit – ein Dilemma
Technische Tests offenbarten schwierige Zielkonflikte im Projekt des digitalen Rand. Eine höhere Transaktionsgeschwindigkeit erforderte geringere Datenschutzvorkehrungen. Die SARB stellte fest, dass sie nicht beide Elemente gleichzeitig optimieren konnte. Diese Spannung machte die digitale Währung im Vergleich zum aktuellen Rahmen von Payshap weniger attraktiv.
Die Zentralbank hat noch kein Datum für eine erneute Befassung mit dem digitalen Rand festgelegt. Cassims Team wird stattdessen in den kommenden Monaten die Ausweitung von Payshap auf weitere Finanzinstitute vorantreiben.




