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US-Importpreise steigen im Mai um 1,9% – Treibstoff, Technik und Flugpreise als Treiber

US-Importpreise steigen im Mai um 1,9% – Treibstoff, Technik und Flugpreise als Treiber

Die US-Importpreise sind im Mai um 1,9% in die Höhe geschossen – der stärkste monatliche Anstieg seit über einem Jahr. Grund dafür sind höhere Kosten für Treibstoff, Technologieprodukte und Flugpreise, die sich durch die Lieferkette ziehen. Der Sprung unterstreicht, dass die Inflation weiterhin hartnäckig bleibt, was die nächste Entscheidung der Federal Reserve über die Zinssätze erschwert.

Treibstoff, Technik und Flugpreise treiben den Anstieg

Der Mai-Anstieg war breit gefächert, konzentrierte sich jedoch auf drei Kategorien. Die Treibstoffpreise stiegen stark an, was die Volatilität auf den globalen Ölmärkten widerspiegelt. Auch Technologieimporte – darunter Halbleiter und elektronische Komponenten – wurden teurer, wahrscheinlich aufgrund anhaltender Anpassungen in der Lieferkette. Flugpreise, die nach der Pandemie weiterhin schwankten, trugen ebenfalls zum monatlichen Anstieg bei. Zusammen machten diese drei Sektoren den Großteil des Anstiegs von 1,9% aus, so die vom Handelsministerium veröffentlichten Daten.

Die Importpreise hatten sich Anfang 2025 abgeschwächt, doch der Mai-Wert bricht diesen Trend. Im Jahresvergleich liegen die Importkosten nun um über 4% höher – ein Tempo, das Unternehmen unter Druck setzt, die auf ausländische Waren und Dienstleistungen angewiesen sind.

Der anhaltende Anstieg der Importpreise fließt direkt in die breiteren Inflationsmaße ein. Die Fed wartet auf klare Anzeichen, dass der Preisdruck nachlässt, bevor sie die Zinsen senkt. Stattdessen deuten die Mai-Daten darauf hin, dass die Inflation insbesondere bei gehandelten Gütern und reisebezogenen Dienstleistungen hartnäckig bleibt. Das erschwert die Planung der Zentralbank – eine Zinssenkung in naher Zukunft wird unwahrscheinlicher, während längere höhere Zinsen die Wirtschaft stärker als erwartet bremsen könnten.

Ökonomen beobachten die Importpreise genau, da sie oft Veränderungen der Verbraucherinflation vorwegnehmen. Wenn Unternehmen weiterhin mehr für importierte Waren zahlen müssen, geben sie diese Kosten irgendwann an die Verbraucher weiter. Der Mai-Bericht garantiert nicht, dass dies eintritt, aber er ist ein Warnsignal, das die Fed nicht ignorieren kann.

Der nächste zu beobachtende Datenpunkt

Der Juni-Bericht zu den Importpreisen, den das Handelsministerium Mitte Juli veröffentlicht, wird zeigen, ob der Mai ein einmaliger Anstieg oder der Beginn eines erneuten Aufwärtstrends war. Die nächste geldpolitische Sitzung der Fed ist für Ende Juli geplant, sodass die Verantwortlichen etwa sechs weitere Wochen Inflationsdaten – darunter Verbraucher- und Erzeugerpreisindizes – zur Verfügung haben, bevor sie über die Zinsen entscheiden.