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Abgeordnete planen nicht-öffentliche Sitzung zur Krypto-Steuerreform – PARITY Act auf dem Tisch

Abgeordnete planen nicht-öffentliche Sitzung zur Krypto-Steuerreform – PARITY Act auf dem Tisch

Eine überparteiliche Gruppe von US-Abgeordneten beruft für nächste Woche eine nicht-öffentliche Sitzung ein, um die Krypto-Steuerreform voranzutreiben. Dabei steht ein neues Gesetzesvorhaben zur Debatte, das die Besteuerung von digitalen Vermögenswerten bei Staking, Handel und alltäglichen Zahlungen grundlegend ändern könnte. Der Haushaltsausschuss (House Ways and Means Committee) wird die Sitzung am 14. Mai abhalten, und der PARITY Act – der die Staking-Besteuerung aufschieben würde – liegt auf dem Tisch.

Was der PARITY Act bewirken soll

Der PARITY Act zielt auf einen der verwirrendsten Punkte des Krypto-Steuerrechts ab: Staking-Belohnungen. Derzeit behandelt der IRS (die US-Steuerbehörde) Staking-Erträge sofort als Einkommen, sobald man sie erhält – selbst wenn man sie nicht verkauft hat. Der Gesetzesentwurf würde es ermöglichen, die Steuer aufzuschieben, bis man die gestakten Token tatsächlich veräußert. Das ist eine große Erleichterung für alle, die einen Validator betreiben oder Token delegieren – es gleicht die Besteuerung von Krypto-Staking an die Behandlung von beispielsweise Wertsteigerungen bei Immobilien im Steuerrecht an.

Der Gesetzesentwurf beschränkt sich nicht auf Staking. Die umfassendere Initiative betrifft auch die Besteuerung von Handel und alltäglichen Zahlungen, allerdings sind die Details noch nicht öffentlich. Die Abgeordneten versuchen, ein System zu vereinfachen, das Krypto-Nutzer derzeit dazu zwingt, jeden Tausch und jeden Kaffeekauf als steuerpflichtigen Vorgang zu erfassen.

Warum hinter verschlossenen Türen?

Die Sitzung ist nicht öffentlich – das ist ungewöhnlich für einen Ausschuss, der normalerweise transparent arbeitet. Doch Steuerreformen sind stets politisch heikel, und Krypto-Steuerreformen ganz besonders. Die überparteiliche Gruppe möchte Differenzen ausräumen, ohne den Druck von Live-Übertragungen. Es ist mit politischem Kuhhandel zwischen Mitgliedern zu rechnen, die die Belastung für Privatanleger senken wollen, und jenen, die um Steuerausfälle besorgt sind.

Der Zeitpunkt ist entscheidend. Angesichts eines vollen Legislativkalenders und der bevorstehenden Zwischenwahlen könnte dies eine der letzten realistischen Gelegenheiten in diesem Jahr sein, um Krypto-Steuerregelungen voranzubringen. Wenn man sich auf einen Rahmen einigen kann, könnte dies in ein größeres Steuerpaket einfließen.

Wie es weitergeht

Der 14. Mai ist erst der Anfang. Nach der nicht-öffentlichen Sitzung muss der Ausschuss einen Gesetzesentwurf ausarbeiten und durch das gesamte Repräsentantenhaus bringen – keine leichte Aufgabe. Der Senat stellt eine eigene Herausforderung dar. Der PARITY Act hat bereits überparteiliche Unterstützung, aber für das breitere Reformpaket gibt es noch keinen klaren Fahrplan.

Derzeit ist die entscheidende Frage, ob sich die Abgeordneten auf eine Definition von „Staking“ und „Zahlung“ einigen können, die sowohl für Börsen als auch für einzelne Halter funktioniert. Das sind die technischen Details, die ein Gesetzesvorhaben scheitern lassen können. Die Sitzung am 14. Mai wird zeigen, ob es genügend Gemeinsamkeiten gibt, um voranzukommen – oder ob die Krypto-Steuerreform für ein weiteres Jahr auf Eis liegt.