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Coinbase erhält erste regulierte US-Lizenz für Krypto-Derivate

Coinbase erhält erste regulierte US-Lizenz für Krypto-Derivate

Coinbase Financial Markets ist der erste regulierte Futures Commission Merchant (FCM) in den USA für Krypto-Derivate, nachdem das Unternehmen die Genehmigung der Commodity Futures Trading Commission erhalten hat. Das grüne Licht ermöglicht der Börse institutionellen Nutzern den Zugang zu perpetual Futures und Optionsmärkten – Produkte, die lange Zeit hauptsächlich auf unregulierten Offshore-Plattformen gehandelt wurden. CEO Brian Armstrong kündigte die Entwicklung an und positioniert Coinbase als Brücke zwischen traditionellem Finanzwesen und der derivatlastigen Handelskultur von Kryptowährungen.

Was die Lizenz ermöglicht

Der FCM-Status ist ein wichtiger Meilenstein in den US-Derivatemärkten. Er bedeutet, dass Coinbase Krypto-Futures und -Optionen unter direkter Aufsicht der CFTC abwickeln und verwahren kann – nicht nur den Spot-Handel. Für Institutionen ändert das die Rechnung: Sie müssen Aufträge nicht mehr über ausländische Börsen leiten oder auf undurchsichtige Gegenparteien angewiesen sein, um Zugang zu Perpetuals zu erhalten – dem beliebtesten Krypto-Derivatprodukt. Die Genehmigung umfasst auch Optionen und bietet Händlern die Möglichkeit, mit regulierten Instrumenten abzusichern oder zu spekulieren.

Die institutionelle Lücke

Bislang waren Krypto-Derivate in den USA fragmentiert. Einige wenige Firmen boten Bitcoin-Futures über die CME an oder limitierte Optionen, doch Perpetual Futures – Kontrakte ohne Verfallsdatum, die die Spot-Kursentwicklung abbilden – waren im regulierten Bereich weitgehend abwesend. Das trieb das Volumen zu Plattformen wie Binance oder Bybit, die keine US-Lizenzen besitzen. Coinbases FCM-Status zielt direkt auf diese Lücke ab. Das Unternehmen setzt darauf, dass Institutionen einen CFTC-regulierten Handelsplatz bevorzugen, selbst wenn Gebühren oder Margin-Anforderungen abweichen.

Nächste Schritte

Coinbase muss nun die operative Seite aufbauen: Onboarding institutioneller Kunden, Festlegung von Margin-Anforderungen und Sicherstellung, dass die Clearing-Infrastruktur volatilen Bedingungen standhält. Die Firma hat noch kein Startdatum für die ersten Perpetual- oder Optionskontrakte bekannt gegeben, aber der regulatorische Teil ist abgeschlossen. Andere Börsen beobachten die Entwicklung genau – wenn Coinbase dies ohne Probleme umsetzt, sind weitere Anträge bei der CFTC wahrscheinlich. Die größere Frage ist, ob der Einzelhandel irgendwann folgen wird oder ob dies ein rein institutioneller Kanal bleibt. Der Fokus liegt derzeit darauf, den ersten Trade durchzuführen.