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Georgien installiert Stromzähler in Mestia, um illegales Krypto-Mining nach Überlastung des Stromnetzes einzudämmen

Georgien installiert Stromzähler in Mestia, um illegales Krypto-Mining nach Überlastung des Stromnetzes einzudämmen

Die georgische Regierung installiert Stromzähler in der Bergstadt Mestia, als direkte Reaktion auf illegale Kryptowährungs-Mining-Operationen, die das lokale Stromnetz überlastet und Stromausfälle verursacht haben. Mit dieser Maßnahme reiht sich der Kaukasus-Staat in eine wachsende Liste von Ländern ein, die gegen nicht reguliertes Krypto-Mining vorgehen, das subventionierten Strom abzweigt.

Warum Mestia?

Mestia, eine kleine Stadt in der Svaneti-Region, die bei Skifahrern und Wanderern beliebt ist, verzeichnete einen Anstieg informeller Mining-Setups. Behörden behaupten, dass diese nicht registrierten Anlagen so viel Strom verbrauchten, dass dies zu wiederholten Stromausfällen für Anwohner führte. Die Installation von Stromzählern ermöglicht es dem Staat, den Verbrauch zu überwachen und die Miner zu gewerblichen Preisen in Rechnung zu stellen – oder sie ganz abzuschalten.

Was die Zähler bewirken sollen

Die neue Infrastruktur liefert dem Verteilungsunternehmen Echtzeitdaten zum Stromverbrauch. Haushalte und Unternehmen, deren Verbrauch deutlich über dem normalen Haushaltsverbrauch liegt, werden zur Überprüfung markiert. Das Ziel ist es, illegales Mining unwirtschaftlich zu machen, ohne ständige Polizeirazzien durchführen zu müssen.

Nicht die erste Maßnahme dieser Art

Georgien hatte bereits letztes Jahr versucht, den Import von Mining-Ausrüstung zu verbieten, doch die Durchsetzung war lückenhaft. Stromzähler sind ein präziseres Instrument. Sie verlagern die Verantwortung auf die Miner, entweder sich registrieren und bezahlen zu müssen oder abgeschaltet zu werden.

Was als Nächstes geschieht

Die Montageteams sollen noch diesen Monat mit der Arbeit beginnen, wobei eine vollständige Abdeckung bis September angestrebt wird. Die Regierung hat nicht angegeben, ob sie rückwirkende Strafen für den früheren Stromdiebstahl verhängen wird. Diese Frage – wie weit die Abrechnung zurückreicht – dürfte der nächste Streitpunkt sein.