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MiCA-Architekt sagt, EU solle sich auf Tokenisierung konzentrieren, nicht auf DeFi-Regulierung

MiCA-Architekt sagt, EU solle sich auf Tokenisierung konzentrieren, nicht auf DeFi-Regulierung

Einer der Architekten hinter dem Rahmenwerk der Europäischen Union für Märkte in Krypto-Assets (MiCA) sagte diese Woche zu politischen Entscheidungsträgern, dass der Block die Tokenisierung priorisieren sollte, anstatt dezentrale Finanzen zu regulieren. Der Beamte, dessen Arbeit den endgültigen Text von MiCA geprägt hat, erklärte, dass es derzeit keinen Bedarf gebe, DeFi zu regulieren. Die Aussage kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Europäische Kommission Rückmeldungen dazu sammelt, was als Nächstes für das MiCA-Regime kommt.

Wer hat es gesagt

Die Äußerungen stammen von einer Person, die direkt an der Ausarbeitung von MiCA beteiligt war – nicht von einem Regulierer oder einem Branchenlobbyisten. Das ist von Bedeutung, weil es signalisiert, dass selbst diejenigen, die Europas Krypto-Regelwerk erstellt haben, der Meinung sind, dass Brüssel bei DeFi vorsichtig vorgehen sollte. Der Architekt nannte kein bestimmtes Unternehmen oder Protokoll; die Botschaft war an die Kommission selbst gerichtet.

Warum Tokenisierung den Vorzug erhält

Tokenisierung – die Umwandlung realer Vermögenswerte wie Anleihen, Immobilien oder Kunst in digitale Token – ist der Bereich, dem der Architekt nach eigener Aussage mehr Aufmerksamkeit widmen sollte. Die Logik dahinter: Tokenisierung findet bereits innerhalb regulierter Märkte statt und benötigt kein völlig neues Regelwerk. Sie passt in bestehende Finanzgesetze. DeFi hingegen ist grenzenlos, automatisiert und schwerer in einen jurisdictionsbasierten Rahmen zu pressen. Der Architekt argumentierte, dass der Versuch, DeFi jetzt in eine traditionelle regulatorische Schublade zu stecken, nach hinten losgehen könnte.

Keine Eile bei DeFi

Die Botschaft zu DeFi war unverblümt: Reguliert es noch nicht. Das ist eine bemerkenswerte Haltung, da mehrere EU-Mitgliedstaaten auf strengere Kontrollen dezentraler Protokolle drängen. Der Architekt sagte, die Technologie sei noch im Wandel und die Regulierer wüssten nicht genug, um Regeln zu schreiben, die Bestand hätten. Besser sei es, zu beobachten, zu lernen und die Tokenisierung sich erst einmal setzen zu lassen. Der Zeitpunkt ist interessant – die Kommission sammelt derzeit Ansichten zur nächsten Phase von MiCA, und diese Eingabe wird voraussichtlich später in diesem Jahr in ein formelles Konsultationsdokument einfließen.

Was als Nächstes passiert

Die Rückmeldefrist der Europäischen Kommission ist jetzt offen. Marktteilnehmer, nationale Regulierungsbehörden und Branchenverbände werden voraussichtlich Stellung nehmen. Die Kommentare des Architekten werden wahrscheinlich nicht das letzte Wort sein, aber sie geben der Industrie ein klares Signal: Wenn ihr wollt, dass die EU bei etwas schnell vorankommt, macht es zur Tokenisierung, nicht zu DeFi-Regeln. Das Ergebnis der Konsultation wird den nächsten Gesetzesentwurf in Brüssel prägen – möglicherweise im Jahr 2027.