Bitcoin-Bullen beobachten diese Woche zwei Ereignisse, die den Markt aus seiner längsten Phase negativer Finanzierungsraten in jüngster Zeit herausreißen könnten. Die STRC-Perpetual-Preferred-Stock von MicroStrategy nähert sich ihrem monatlichen Ex-Dividenden-Datum – einem Zeitraum, der in der Vergangenheit den größten Bitcoin-Käufen des Unternehmens vorausging – während der Bankenausschuss des Senats am 14. Mai das CLARITY-Gesetz anhören wird. K33 Research zufolge könnten beide Ereignisse die defensive Positionierung verschieben, die die ewigen Finanzierungsraten seit 74 aufeinanderfolgenden Sitzungen negativ hält.
Warum STRC wichtig ist
MicroStrategy nutzt die STRC-Vorzugsaktie als primäres Finanzierungsinstrument für wiederkehrende Bitcoin-Käufe Mitte des Monats. Das Unternehmen gibt neue STRC-Aktien über sein At-the-Market-Programm aus, wenn die Aktie zu oder über ihrem Nennwert von 100 $ gehandelt wird, und setzt die Erlöse dann in Bitcoin ein. Dieser Rhythmus verstärkt sich typischerweise vor dem 15. eines jeden Monats, wenn der Aktienbesitz für die monatliche Dividendenberechtigung festgelegt wird.
Bislang hat STRC im Jahr 2026 die größten Bitcoin-Akquisitionen von MicroStrategy finanziert. Laut K33 finanzierte die Strategie im März 22.131 BTC und im April 46.872 BTC – die beiden größten monatlichen Bestände des Unternehmens in diesem Jahr. Am 13. Mai wurde STRC knapp über dem Nennwert gehandelt, und die Volumina stiegen auf das höchste Niveau seit dem 15. April, was auf einen weiteren beträchtlichen Kauf in der nächsten Woche hindeutet.
MicroStrategy hält nun 818.869 BTC, und seine Kaufmuster sind zu einem genau beobachteten Signal für die Spotmarkt-Nachfrage geworden.
Das CLARITY-Gesetz
Die Anhörung des CLARITY-Gesetzes im Bankenausschuss des Senats am Donnerstag ist der andere entscheidende Katalysator. Der Gesetzesentwurf wird allgemein als konstruktiv für Kryptowährungen beschrieben, obwohl Debatten über Ethikbestimmungen, DeFi-Schutzmaßnahmen und Stablecoin-Regeln bestehen. Renna Ba, Leiterin des Ökosystems bei Morph, erklärte, dass ein Scheitern des CLARITY-Gesetzes die institutionelle Integration von Stablecoin-Zahlungsschienen verlangsamen würde, sodass Banken, Kartennetzwerke und Zahlungsabwickler ungelöste Klassifizierungs- und Compliance-Fragen hätten.
Wenn die Anhörung wie erwartet verläuft, könnte sie regulatorischen Rückenwind bieten, der die Stimmung in den Derivatemärkten verändert.
Marktpositionierung
Der 30-Tage-Finanzierungssatz war 74 Sitzungen in Folge negativ – ein Zeitraum, der signalisiert, dass Händler überwiegend short positioniert oder abgesichert sind. Das offene Interesse blieb flach, und Bitcoin hat seinen 200-Tage-Durchschnitt noch nicht zurückerobert. K33 merkt an, dass defensive ewige Positionierungen jeden Aufwärtstrend durch Short-Eindeckungsströme verstärken könnten, wenn ein Katalysator wie ein großer MicroStrategy-Kauf oder ein positives regulatorisches Signal die Flaute bricht.
Das Timing ist nicht gut für Bären. Da die STRC-Volumina bereits erhöht sind und eine Senatsanhörung bevorsteht, könnten die nächsten Tage eine Neupositionierung erzwingen. Ob dies die längste Negativ-Finanzierungsphase des Jahres beendet, hängt davon ab, wie viel trockenes Pulver MicroStrategy tatsächlich einsetzt – und ob das CLARITY-Gesetz den Ausschuss ohne größere Änderungen passiert.




