Das Sei Network erzwingt einen Wechsel. Gemäß einem neu verabschiedeten Governance-Vorschlag namens SIP-03 müssen Börsen und Verwahrer, die SEI-Token halten, diese Vermögenswerte auf Ethereum Virtual Machine (EVM)-kompatible Adressen übertragen. Die Frist ist nicht verhandelbar: Der Support für SEI auf der Cosmos-Chain endet am 15. Juni 2026.
Warum die Migration notwendig ist
Die Sei-Blockchain wurde ursprünglich als Cosmos-basierte Chain gestartet. Das Netzwerk hat jedoch auf eine EVM-Architektur umgestellt, die sich am Ethereum-Ökosystem orientiert. SIP-03 formalisiert diesen Übergang. Nach dem 15. Juni werden SEI-Token, die noch auf Cosmos-Adressen liegen, über normale Netzwerkoperationen nicht mehr zugänglich sein. Börsen und Verwahrer, die sich nicht daran halten, riskieren, dass Benutzergelder eingefroren werden oder sie Ein- und Auszahlungen nicht mehr verarbeiten können.
Wer betroffen ist und was zu tun ist
Der Vorschlag richtet sich an zentralisierte Börsen, Wallet-Anbieter und alle Verwahrer, die SEI im Auftrag von Nutzern halten. Auch Einzelpersonen, die selbstverwaltete Wallets auf Cosmos nutzen, müssen ihre Token verschieben. Das Netzwerk hat noch keinen detaillierten Migrationsleitfaden veröffentlicht, aber es wird erwartet, dass die Inhaber eine Brücke oder einen Swap-Mechanismus nutzen, um SEI auf eine EVM-Adresse zu übertragen. Das Sei-Team hat angekündigt, dass die technische Dokumentation näher am Stichtag veröffentlicht wird.
Was passiert, wenn die Frist versäumt wird
Nach dem 15. Juni 2026 wird die Cosmos-Chain keine SEI-Transaktionen mehr verarbeiten. Token, die auf Cosmos-Adressen zurückbleiben, sind nicht für immer verloren – das Netzwerk hat angedeutet, dass später ein Wiederherstellungsmechanismus entwickelt werden könnte –, aber es gibt keine Garantie. Die offizielle Haltung ist klar: Vor der Frist migrieren, um Ärger zu vermeiden. Börsen, die nicht handeln, könnten mit operativen Problemen konfrontiert werden, einschließlich möglicher Klagen von Nutzern, die nicht auf ihre Gelder zugreifen können.
Die Sei Foundation hat erklärt, dass sie mit großen Börsen zusammenarbeiten wird, um eine reibungslose Migration zu gewährleisten. Dennoch liegt die Verantwortung bei jeder einzelnen Einrichtung, ihre Systeme zu aktualisieren. Kleinere Plattformen mit begrenzten technischen Ressourcen könnten den Übergang als schwieriger empfinden.
Nächste Schritte und offene Fragen
Die Uhr tickt. Börsen und Verwahrer haben etwas mehr als zwei Jahre Zeit, um die Migration abzuschließen, aber die technische Arbeit – Aktualisierung von Wallet-Bibliotheken, Änderung von Einzahlungsadressen, Tests – könnte Monate dauern. Die Entwickler von Sei planen, bis Ende 2025 ein Migrationstool und eine Liste kompatibler EVM-Wallets zu veröffentlichen. Bis dahin wird den Inhabern geraten, die offiziellen Kanäle im Auge zu behalten und nach Ablauf der Frist keine SEI mehr an Cosmos-Adressen zu senden.
Die unbeantwortete Frage: Wie wird das Netzwerk mit den unvermeidlichen Nachzüglern umgehen? Sei hat keinen detaillierten Wiederherstellungsplan nach der Abschaltung vorgelegt, sodass einige Nutzer sich fragen, ob ihre Token überhaupt wiederherstellbar sein werden.




