Das südafrikanische Finanzministerium und die Zentralbank haben diese Woche die Krypto-Branche beruhigt und zugesichert, dass geplante Kapitalverkehrsregulierungen den Besitz digitaler Vermögenswerte nicht zu einer Straftat machen werden. Die Regeln gelten auch nicht rückwirkend, und die Kommentierungsfrist wurde nach Widerstand aus der Branche auf den 30. Juni verschoben.
Warum sich die Frist verschoben hat
Der ursprüngliche Zeitplan für die Krypto-Regeländerungen stieß bei lokalen Unternehmen und Nutzern auf scharfe Kritik, die befürchteten, dass die Formulierung den normalen Besitz digitaler Vermögenswerte kriminalisieren könnte. Als Reaktion darauf verlängerten das Finanzministerium und die South African Reserve Bank das Konsultationsfenster um mehrere Wochen. Die zusätzliche Zeit gibt Marktteilnehmern die Möglichkeit, die Vorschläge zu prüfen – die darauf abzielen, die Devisenkontrollen des Landes zu modernisieren – ohne die Gefahr unbeabsichtigter rechtlicher Konsequenzen.
Keine rückwirkende Verfolgung
Eine große Befürchtung in der Krypto-Community war, dass die neuen Regeln auf vergangene Transaktionen angewendet werden könnten, was Langzeitbesitzer Strafen aussetzen würde. Die Behörden schlossen dies explizit aus. Bestehende Besitzer werden nicht strafrechtlich haftbar gemacht für Handlungen, die vor Inkrafttreten der Regeln durchgeführt wurden. Diese Zusicherung beseitigt eine große Quelle der Besorgnis für eine Branche, die in Südafrika trotz regulatorischer Unsicherheit schnell gewachsen ist.
Die neue Frist für öffentliche Kommentare ist der 30. Juni. Danach wird das Finanzministerium die Regeln finalisieren. Branchenverbände planen, vorher detaillierte Rückmeldungen einzureichen, in der Hoffnung, einen Rahmen zu gestalten, der die Modernisierung der Devisenkontrollen mit der Realität einer kryptobesitzenden Öffentlichkeit in Einklang bringt. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die diese Woche gegebenen Zusicherungen im endgültigen Text Bestand haben.




