Coinbase vertieft seine Zusammenarbeit mit Hyperliquid und übernimmt eine erweiterte Rolle als offizieller Treasury-Deployer von USDC im Netzwerk. Die Umstellung bedeutet, dass USDC auf Hyperliquid nun als Aligned Quote Asset (AQA) behandelt wird und der native USDH-Token der Plattform schrittweise ausläuft. Hyperliquid wird voraussichtlich etwa die doppelte Umsatzbeteiligung erhalten, die es unter der USDH-Vereinbarung erzielt hat, sowie zusätzliche regulatorische und institutionelle Vorteile durch die Ausrichtung an Coinbase und Circle.
Warum die Änderung
USDC ist bereits der dominierende Stablecoin in Hyperliguids HIP-3-Märkten, die in den letzten sechs Monaten maßgeblich zur Sichtbarkeit der Plattform beigetragen haben. Mit dem vollständigen Wechsel zu USDC tauscht Hyperliquid einen proprietären Token gegen eine weit verbreitete, regulierte Alternative ein. Der neue Deal verschafft Hyperliquid einen größeren Anteil an den Transaktionsgebühren als unter USDH, obwohl keine der beiden Unternehmen konkrete Zahlen nannte. Die Vereinbarung bindet Hyperliquid zudem enger an das Compliance-Rahmenwerk von Circle, ein Verkaufsargument für institutionelle Nutzer, die weniger regulierten Stablecoins bisher skeptisch gegenüberstanden.
Marktanteil von Stablecoins kaum verändert
Trotz des steigenden Transaktionsvolumens von USDC hat sich das gesamte Stablecoin-Angebot kaum verschoben. Im April 2025 hielt Tethers USDT 67 % des Stablecoin-Angebots, während USDC 27,6 % besaß. Ein Jahr später lag USDT bei 67,3 % und USDC bei 28,1 % – ein marginaler Zugewinn für USDC. Der Token bleibt in den USA am stärksten, aber außerhalb des Landes ist USDT weiterhin der Standard-Dollar-Stablecoin für Sparen, Investieren und Handeln. Der Hyperliquid-Deal wird diese Dynamik allein nicht ändern, aber er stärkt USDCs Position in der Nische der Onchain-Derivate.
Hyperliguids Marktanteil
Hyperliquid hat sich einen beachtlichen Anteil am Onchain-Perpetuals-Markt erarbeitet. Es hält 30 % des Onchain-Perpetual-Marktanteils und 46 % des Onchain-Open-Interest. Vom Volumen her liegt es bei etwa 50 % des Niveaus von Bybit, 30 % von OKX, 79 % von Coinbase International und 13 % von Binance. Diese Zahlen machen Hyperliquid zu einem bedeutenden Akteur im Bereich dezentraler Derivate, und die USDC-Integration könnte helfen, mehr institutionelle Liquidität anzuziehen, während das eigene Token ausläuft.
Was als Nächstes passiert
Die Einstellung von USDH erfolgt schrittweise, und Hyperliquid hat noch keinen festen Termin für die Abschaffung gesetzt. Die HIP-3-Märkte der Plattform werden in der Zwischenzeit weiterhin auf USDC setzen. Für Coinbase positioniert die erweiterte Rolle seine Treasury-Operationen zentraler im Hyperliquid-Ökosystem – eine Wette darauf, dass das Wachstum des Netzwerks USDC weiterhin durch seine Orderbücher fließen lässt. Wie USDH-Inhaber ihre Token umtauschen können und ob während des Wechsels Restliquiditätsbedenken auftreten, sind offene Fragen.




